BRI – Log4 – Ens Deren McMullen – TEC - 13118.1820

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Di 10. Jan 2012, 18:13

BRI – Log4 – Ens Deren McMullen – TEC - 13118.1820

Personen: Thorn P'Thall, Zemus, Tom Pering
Erwähnt: Alexis Grant

Wörter: 1.275

Ensign Napoleon war ein sehr lustiger Zeitgenosse. Jedenfalls für andere. Manchmal hatte ich geradezu Mitleid mit dem kleinen Kerl. Aber ich mochte ihn, denn im Gegensatz zu einigen anderen war er sehr zuverlässig. Er bemühte sich wirklich sehr und hatte es nicht einfach unter so vielen großgewachsenen Leuten. Ich bat ihn öfters um Dinge, die hier auf dem Schiff zu tun waren. Was er bei Außenmissionen tun würde, wusste ich nicht. Aber es war ja auch relativ unwahrscheinlich, dass einer von uns beiden auf eine Außenmission geschickt wurde. Bei ihm als Sicherheitsoffizier eher als bei mir, einem einfachen Schrauber mit Spezialgebiet EPS-Systeme. Aber ich war stolz darauf, dass ich öfters mal eine Schichtleitung übernehmen durfte, ein wenig Verantwortung würde mir gut tun. So redete ich mir das jedenfalls ein. Wäre ich doch nur beim Petty Officer geblieben.

In den zwei Wochen, die wir inzwischen unterwegs waren, war nicht viel vorgekommen. Ein paar Fluktuationen, aber nichts ernstes. Ein paar kleinere Projekte der Techniker hier im Maschinenraum, die „Eingewöhnung“ unserer Chefin Grant und mein persönliches Projekt, Officer Storak bei Strategma besiegen. Der Vulkanier hatte mich bisher immer geschlagen. Ich musste ihn mal fragen, wie oft ich ihn nun schon gefordert hatte. War es schon dreistellig geworden? Er wusste es sicher, dieser spitzohrige, kleine...
„Ensign McMullen?“, fragte mich eine Stimme, während ich halbwegs von einer oberen Ebene herabhing, um ein herunterbaumelndes Kabel zu fassen zu bekommen. Diese Konsole machte mir schon länger Probleme, also hatte ich beschlossen, sie mal ein wenig auseinander zu nehmen und nachzuschauen was da schief lief. Doch diese Arbeit musste ich jetzt wohl kurz unterbrechen, denn als ich nach oben... also nach unten schaute, erkannte ich einen Andorianer in roter Uniform.
„Captain!“, rief ich und zögerte einen Moment. Ich konnte es nicht fassen, erste direkte Begegnung und dann so. Der Mann stand ruhig da und schaute mich erwartungsvoll an. Sofort erinnerte ich mich wieder an meine Pflicht. „Einen kurzen Augenblick, Sir. Ich komme gleich runter.“, rief ich ihm zu, richtete mich auf und kletterte die Leiter so schnell ich konnte nach unten. Als ich vor ihm ankam, salutierte ich fast, so sehr war ich angespannt. „Was kann ich für Sie tun, Sir?“, fragte ich nach zwei Sekunden, die ich erstmal wieder zu Atem kommen musste.
„Ich wollte mich nach der zwei-Wochen Analyse des Antriebes erkundigen.“ Der Typ hätte als Vulkanier geboren sein können...
„Ja. Ja, genau.“, nickte ich. „Es gab ein paar Unregelmäßigkeiten in einem Magnetischen Konstriktor. Wir müssen noch genauer untersuchen, an was das liegt. Jedenfalls können die Plasmainjektoren so nicht ganz einwandfrei arbeiten. Es befindet sich aber alles noch in der Toleranz.“
„Wird das irgendwelche Einflüsse auf den Warpflug haben?“, fragte der Blauhäutige mit den Antennen.
„Nein, Sir. Aber wir werden das Problem trotzdem so schnell wie möglich in Angriff nehmen.“, sagte ich mit vielleicht etwas zu viel Leichtigkeit.
„Tun Sie das. Sie klingt nicht gut.“ Hatte er das gerade tatsächlich gesagt? Wohl doch kein Vulkanier in dem Andorianer...
„Aye, Sir. Dann geh ich mal wieder an meine Konsole.“ Ich nickte ihm nochmal zu, bevor er sich umdrehte und davon marschierte. Ja, dieser Andorianer war eine Militärperson.
Ich schaute zurück nach oben – dieses mal sogar tatsächlich oben – und sah das noch immer baumelnde Kabel. Ich seufzte leise und stieg die Sprossen der Leiter wieder nach oben. Jetzt musste ich nur noch das Ende nach oben bekommen, ohne selbst herunterzufallen.

~~Zeitsprung~~

Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Wo lag das Problem? Laut Diagnose lief der Magnetische Konstriktor einwandfrei, keine Probleme. Aber etwas lief falsch, sonst hätten wir nicht die leichte Abweichung bei den Injektoren.
„Ensign Ricky, übermehmen Sie hier bitte mal.“, rief ich meinem Kollegen zu.
„Was haben Sie vor, McMullen?“, fragte er mich.
„Ich schau mir das mal aus der Nähe an. Das macht mich ganz irre, dass ich den Fehler nicht finden kann.“
„Können wir das nicht erledigen, wenn wir wieder unter Warp gehen? Es beeinflusst den Antrieb nicht und hat auch keine hohe Priorität.“
„Ricky, wir haben hier ein Problem, mit dem wir nicht fertig werden. Soll das etwa heißen, dass wir uns zurückziehen sollen?“
„Nein, aber wir könnten uns wichtigerem zuwenden.“ Ich seufzte und dachte an die Liste abzuarbeitender Dinge.
„Zum Beispiel?“, fragte ich. Rhetorische Frage. Er konnte keine Antwort finden. Oder ich kannte seine Antwort.
„Wir könnten zum Beispiel...“ An der Richtung, die seine Augen einschlugen, konnte ich seine Absicht und sein Ziel sehen.
„Nein, Mitch. Sie versuchen es nicht bei Lieutenant Ka'trol.“ Ein weiteres mal seufzte ich. „Wir sind nur zwei Personen, wir können das schaffen, wenn wir zusammenarbeiten und weiter machen.“ Auf diese Erklärung und weil ich ihn so leicht durchschaut hatte, nickte er resigniert.

Ich lief zum Warkpern und untersuchte den Konstriktor für die Steuerbord-Gondel. Diese spezielle Plasmaleitung war eigentlich ein Verenger, der das Plasma noch ein wenig mehr komprimiert und somit die Geschwindigkeit regelt, mit der das Plasma weitergeleitet wird. Mit diesem hier schien die Automatik nicht ganz zu stimmen, die Asynchronität war für ein geübtes Gehör deutlich vernehmbar. Jedoch war das nicht der Grund, warum man es durch das ganze Schiff hören konnte. Momentan wurde das Plasma einen Tick zu langsam zu den Injektoren geleitet. Von dort kam das ganz leichte dröhnen. Es wunderte mich nicht, dass P'Thall das hören konnte, immerhin war das sein Schiff.
Ich öffnete eine Abdeckung und scannte die Maschine mit meinem Tricorder.
„Mitch, erhöhen Sie die Durchflussrate ein wenig. So, dass die Toleranzgrenze nicht überschritten wird.“, rief ich den an der nächsten Konsole stehenden Ensign.
„Ich weiß, wie ich meinen Job zu machen habe, Deren!“, kam zurück. Da hatte wohl jemand seine Tage oder war mit dem Falschen Schuh in der Toilettenschüssel hängen geblieben.
Ich scannte weiter. Die Veränderung trat sofort ein, dennoch war der Wert immer noch langsamer als er eigentlich sein sollte. Also musste ich die einzelnen Diagnose- und die Steuermodule überprüfen. Wenn das Problem nicht daran lag, dann mussten wir wohl tatsächlich aufgeben und den Konstriktor bei Impulsflug ausbauen und einen neuen einbauen. Soweit das erwünscht war natürlich.
„Lassen Sie mal eine Diagnose anlaufen.“, befahl ich Ricky. Jetzt befahl ich schon...
„Hier kommt sie...“
„Da!“, rief ich sofort. Die Diagnosemodule waren ziemlich im Eimer. Dies beeinflusste auch die Steuermodule, da diese sich natürlich nach den Diagnosemodulen richteten.
Problem erkannt, Problem gebannt. „Ich tausche die Diagnosemodule aus, dann versuchen wir es nochmal.“, schlug ich vor.
„Gut. Ich behalte die Anzeigen im Auge.“

Gesagt, getan.
„Ich lasse die Diagnose anlaufen.“, sagte Ricky, während ich mit dem Tricorder direkt davor stand. Laut diesem funktionierte jetzt alles einwandfrei und auch das ungesunde Geräusch war verschwunden. „Yeah, Baby, yeah!“, rief ich, während Mitch mit der Faust auf das Geländer schlug und nur noch ein „Autsch!“ hervorbrachte. Er hielt sich die Hand und wimmerte wie ein kleiner Hund. „Und das so kurz vor Schichtende...“ Wieder seufzte ich.
„Komm, ich bring dich auf die Krankenstation...“

~~Krankenstation~~

„Nur eine Prellung.“, erklärte der denobulanische Arzt. „Das dürfte schnell verheilen.“ 'Und dafür bin ich jetzt mit gegangen?'
„Da bin ich ja beruhigt.“, sagte Ricky.
„Ich muss dann mal wieder weg.“, erklärte ich, bevor ich die Behandlung mitbekam und ich zu viel Zeit hier vertrödelte.
„Nicht so schnell, Ensign.“, ertönte eine Stimme. 'Verdammt, da war noch was...'
„Doc Pering, schön Sie zu sehen.“, lächelte ich ihn an.
„Sie denken daran, dass Sie nochmal bei mir vorbeischauen wollten?“ 'Natürlich...ich träume sogar schon davon...'
„Wann wäre es Ihnen denn recht?“, fragte ich ihn.
Blau
Dem Genitiv sein Tod
Das Dem vom Dienst

Kein Rollenspieler
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