Wüste – Log7 - Ens Deren McMullen – TEC - 13229.1511

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Mo 30. Apr 2012, 14:07

Wüste – Log7 - Ens Deren McMullen – TEC - 13229.1511

Wörter: 1.120
Personen: Team Wüste, besonders Tiamat, Amh, Goral, Apzu

Heiß und trocken und heiß und trocken und überall nur Wüste, so war der Stand. Viele in der Gruppe hatten Probleme sich anzupassen und einzuschätzen wie viel Flüssigkeit man jetzt wirklich brauchte oder wie sehr man sich anstrengen konnte, ohne dass man zu schnell erschöpft war. Ich hatte Pering leicht beobachtet, denn er schnaufte schon etwas. Man sagte ja, dass Ärzte die schlimmsten Patienten waren und sicherlich war er einer derjenigen, die sich selbst nicht eingestehen wollten, dass es ihm nicht gut ging. Aber auch die erste Offizierin schnaufte manchmal schwer. Das konnte man jedoch auch als Schnauben interpretieren, weil leider nicht alles so lief wie es geplant war. Nun ja, ich war still... ich konzentrierte mich eher darauf selbst bei Kräften zu bleiben und meine Dienste anzubieten, wo sie nötig waren.

Wenigstens hatte ich mit Crewman Tiamat als Teampartnerin Glück gehabt. Jedenfalls nach meiner Einschätzung. Ich hatte bisher nicht so viel mit der Chargin zu tun gehabt. Dennoch schien die aus dem Delta-Quadranten stammende Medizinerin sehr kompetent und deutlich erfahrener als ihr jugendliches Äußeres vermuten ließe. Obwohl man dies nun nicht erkennen konnte, sie war mir zuvor schon auf der Krankenstation aufgefallen.
Einen Moment... sie war Crewman und ich Ensign... Verdammt, ich hatte das Kommando bei dieser Aktion. Jedenfalls bis wir entdeckt wurden, denn da würde das Alter eine Rolle spielen.

„Dann wollen wir mal...“, begann ich, wusste dann aber nicht weiter und verstummte. Vor allem, als nur ein Nicken von Tiamat kam.
Informationen sammeln. Nicht entdeckt werden. Sollten wir uns vielleicht gegen den Wind annähern, dass uns die Strander nicht rochen oder waren ihre Schleimhäute inzwischen so weit ausgetrocknet, dass sie gar nicht mehr so gut riechen konnten? Jetzt hieß es eine Taktik zu entwickeln, bevor wir hirnlos in eine Falle liefen. Hier draußen in der Wüste konnte ich mir schon vorstellen, dass das Leben hart war und dass man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein musste.

„Wie wäre es denn mit Feinwoll?“, fragte ich, nachdem wir eine Weile in Richtung Felsenhaufen geschlichen waren.
„Bitte? Wie meinen Sie das, Sir?“, erkundigte sich Tiamat. Musste ich mich eben nochmal erklären.
„Feinwoll. Als Sippenname. Sie wissen schon, wir sollen uns doch als Clanmitglieder ausgeben.“
„Ach so. Ja, natürlich.“
„Oder haben Sie einen anderen Vorschlag parat?“, hakte ich nach.
„Momentan nicht.“
„Dann behalten wir diesen Namen vorerst bei. Wenn Ihnen etwas besseres einfällt, sagen Sie bescheid. Bis dahin sind Sie Feinwoll und ich bin Feinwoll.“ Ich sprach die beiden Namen unterschiedlich aus, ihren etwas tiefer und meinen in einer höheren Stimmlage. Ich kannte Tiamat nicht gut genug, um sie in einer eventuellen Begegnung einschätzen zu können. Es barg ein gewisses Risiko, ihr das Reden zu übertragen, aber ich wusste nicht, ob die Strander nicht den Altersunterschied erspüren konnten. Immerhin waren sie deutlich animalischer als Menschen und ich hatte sowieso schon immer Probleme gehabt bei anderen Spezies Altersbestimmungen per Augenmaß zu machen.

~~An den Felshaufen~~

Nun, da wir näher an der Nomadentruppe waren, konnten wir bessere Scans vornehmen. Das überließ ich Tiamat, denn sie war hier immerhin die Medizinerin. Ich beobachtete lieber die Truppe selbst durch einen Spalt in einem aufgetürmten Haufen Steine. Die vielen Waffen gefielen mir gar nicht. Die Waffen vielleicht, aber nicht die wahrscheinliche Absicht, mit der sie getragen wurden.
„Erstaunlich...“, murmelte ich vor mich hin, so leise wie es ging. Als keine Reaktion von Tiamat kam, jedenfalls keine deutliche, fuhr ich einfach so fort: „Eigentlich sollte man doch meinen in einer Krise müssen alle zusammenhalten, stattdessen ist das Misstrauen umso größer und die hohen Tiere nehmen sich noch mehr und die armen Schweine der unteren Klassen müssen es ausbaden.“ Jetzt hatte ich meine Mitstreiterin dazu gebracht aufzublicken.
„Hohe Tiere? Schweine?“, fragte sie irritiert. Es war meine Ausdrucksweise, die sie irritierte, nicht das, was ich eben gesagt hatte. Und dabei hatte ich mich bis eben so philosophisch gefühlt...
„Nur menschliche Aussprüche.“, winkte ich ab und blickte wieder zu der Gruppe, die an uns vorüberzog. „Schon etwas herausbekommen?“
„Bisher nicht viel. Die Strander unterhalten sich eher darüber was sie als nächstes essen wollen als über den Wasserverbrauch.“
„Wie sieht es mit Verwandtheitsgraden aus?“
„Bisher schwer zu sagen. Dafür brauche ich noch etwas.“
„Dann gehen wir noch ein Stückchen weiter der Route entlang, vielleicht können Sie dabei besser scannen.“, schlug ich vor und Tiamat nickte und packte den Tricorder wieder ein. Nun war er wieder als Holzstück getarnt.

Während wir weiter schlichen, war mein Blick immer wieder auf den Zug von Strandern gerichtet. Wir waren schneller, weil wir keine großen Geräte, Zelte oder ähnliches transportieren mussten, aber wir mussten geduckt bleiben, sodass wir nicht entdeckt werden konnten. Nur bekamen wir ein kleines Problem. Zehn Meter vor uns tat sich eine Lücke in den Felsenhaufen auf. Es waren geschätzt nur fünfzehn Meter, die überbrückt werden mussten, mit ein paar kleineren Häufchen dazwischen, aber es reichte, um das Risiko einer Entdeckung zu vergrößern. Irgendwie mussten wir da unentdeckt vorbei kommen.

„Sir, wir müssen uns melden.“, verkündete Tiamat. Verdammt, da war etwas. Ausgerechnet jetzt.
„Feinwoll an Amh.“
„Bitte was? Melden Sie sich richtig, ich habe keine Zeit für Scherze!“, zischte es von der anderen Seite der Verbindung. 'Mist...' Warum passierte mir immer so etwas?
„McMullen hier, Ma'am. Die Meldefrist ist abgelaufen, wir müssen aber noch ein Stück weiter laufen, um mehr herauszubekommen.“
„Verstanden. Aber passen Sie verdammt nochmal auf!“
„Aye, Ma'am.“ Schon wieder musste ich aufpassen, dass ich nicht salutierte. Und das, obwohl es außer Tiamat (und den Strandern) wohl niemand sehen konnte.

Ich setzte mich an den Rand des letzten großen Felsens und spähte mit Fernglas zur Gruppe. Dann erklärte ich meinen Plan.
„Okay, wir gehen nacheinander rüber. Sie gehen zuerst, wenn ich es Ihnen sage und ich komme dann nach. Wenn Sie sich ducken sollen, nehme ich Kontakt zu Ihrem Kommunikator auf. Durch die Vibration sollten Sie das Signal mitbekommen. Ducken Sie sich dann sofort hinter einem kleineren Steinhaufen.“
„Aye, Sir.“
„Viel Glück.“, sagte ich und bedeutete ihr loszulaufen. Ein paar Meter, das müsste doch zu überbrücken gehen. Ich richtete mein Fernglas weiter auf die Nomaden und bei dem kleinsten Zeichen von Aufmerksamkeit auf uns, würde ich Tiamat bescheid geben. Doch dann erregte etwas anderes meine Aufmerksamkeit. An den Hügelausläufern, zu denen sich Goral und Apzu begeben sollten, sah ich zwei Strander. Waren das Vielleicht die beiden? Einer der beiden schien abgerutscht zu sein. Aber wenn sogar ich sie sehen konnte, was war dann mit den Nomaden? Was war da nur passiert? Hoffentlich konnten sie sich noch rechtzeitig verstecken, wenn sie es überhaupt waren...
Das würde Tiamat sicherlich nicht begeistern, wenn etwas mit ihrem Bruder passieren würde.
Blau
Dem Genitiv sein Tod
Das Dem vom Dienst

Kein Rollenspieler
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