Wüste – Log8 – Ens Deren McMullen – TEC - 13233.1480

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Fr 4. Mai 2012, 13:48

Wüste – Log8 – Ens Deren McMullen – TEC - 13233.1480

Personen: Team Wüste, Lon Drax

Wörter: 1.345

Eine leichte Vibration ließ mich von meinem Fernglas aufblicken.
„Tiamat an McMullen, ich bin drüben.“
„Verstanden. Ich mache mich auch gleich auf den Weg. McMullen Ende.“
Doch anstatt los zu gehen, richtete ich erneut meinen Blick durch das Fernglas zur Hügelkette. Die beiden kämpften sich gerade noch in Richtung eines geeigneten Verstecks, aber ob sie es schafften? Die Strander schienen sie bisher noch nicht entdeckt zu haben.

Ich nahm das Fernglas von meinen Augen, schielte nochmal rüber zu Tiamat und schlich los. Immer im „Schatten“ von kleineren Felsen oder Steinhaufen entlang zur anderen Seite der Lücke in unserem Sichtschutz. Ich hoffte, dass ich nicht entdeckt würde, aber ich fühlte mich so tollpatschig, dass eine Entdeckung wahrscheinlich war. Meine Hoffnung lag einfach darin, dass Goral und Apzu für ein wenig Ablenkung von unserer Seite gesorgt hatten...

Letztendlich schaffte ich es doch. Während ich auf meinem Weg war, hatte Tiamat schon wieder angefangen, die Strander abzuhören und zu scannen.
„Sir, ich glaube ich habe hier etwas.“, meldete sie.
„Schalten Sie es auf Lautsprecher.“, befahl ich darauf. Da war ich mal gespannt. Sie legte das Gespräch zwischen den Strandern auf Lautsprecher, so leise dass nur wir es hören konnten.
„...es war so schön dort. Überall andere von uns. Und mit den Nachbarclans hatte auch alles wunderbar geklappt.“ 'Moment...Nachbarn? Als Nomaden?'
„Ja, aber das ist leider vorbei. Wir werden Säulen so schnell wohl nicht mehr sehen...“, fügte ein anderes Schaf hinzu.
„Die schöne, alte Heimat...“, seufzte ein Drittes, dessen Stimme ein wenig müde und abgespannt klang. Fast so als wäre es ein älteres Schaf gewesen.
„Nur dann kam der Tag, an dem das Unglück passiert ist. Wir hatten nicht genug Wasser und ich musste meinen Clan doch weiter versorgen.“
„Von welchem Clan habt ihr das Wasser genommen?“
„Von den Starkhörnern.“
„Das ist einer der einflussreichsten Clans in Säulen!“
„Deswegen wurden wir auch so schnell verbannt...“
„Wir vermissen alle unsere Heimat.“, dröhnte ein weiteres Schaf. „Aber wir müssen uns weiter auf unsere nächsten Schritte konzentrieren!“
Genug gehört, ich musste Meldung machen.

„Hören Sie sich das weiter an, Crewman. Ich melde mich bei Amh.“, flüsterte ich. Sie bestätigte durch ein Nicken und konzentrierte sich wieder auf ihre Geräte.
„Amh hier. Was gibt es jetzt?“, fragte die angespannte Stimme meiner Vorgesetzten.
„Wir haben ein Gespräch belauschen können. Anscheinend stammen die meisten oder alle Strander der Nomadengruppe aus Säulen. Ausgestoßene. Exilanten. Verbrecher, die für ihre Taten verbannt wurden.“
„Ich habe verstanden, Ensign. Sonst noch etwas?“
„Anscheinend gibt es einen sehr einflussreichen Clan in Säulen. Starkhörner. Ansonsten...“, ich blickte zu Tiamat, welche eine Geste mit der Hand machte, sollte wohl bedeuten nichts Neues, „...nichts meldenswertes. McMullen Ende.“

Wir beobachteten und belauschten die Nomaden noch ein wenig weiter, bekamen jedoch keine Neuigkeiten mehr mit.
„Amh an Wüstenteam, wir treffen uns an unserem Ausgangsort.“
„McMullen hier, verstanden.“ Dann drehte ich mich zu Tiamat um. „Abmarsch, es geht zurück.“

Der Rückweg war deutlich einfacher, da die Nomaden nun weiter weg waren und wir somit weniger schleichen mussten. Trotzdem waren wir die letzten, die endgültig ankamen. An Gorals Fuß konnte ich eine kleine Bandage sehen. Er schien meinen Blick zu bemerken. „Nichts Ernstes. Ich bin nur leicht umgeknickt.“ Ja, die Ärzte, wenn sie ihre eigenen Patienten waren, hieß es „nichts Ernstes“, aber kaum hustete jemand anderes einmal, war das schon ein Zeichen für den herannahenden Tod.

„Wir müssen näher heran.“, erklärte Amh trockener als diese Wüste jemals sein würde. Die Frau hatte doch einen an der Klatsche.
„Noch näher?“, fragte Mariss entsetzt. „Ich hatte ja jetzt schon Probleme mit meinen Nerven, während ihr da unten wart!“
Amh ignorierte sie. „Um mehr herauszufinden, müssen wir in die Gruppe. Wir wissen jetzt, dass alle aus Säulen verbannt wurden, das können wir nutzen.“
„Was? Und da sollen wir einfach erzählen wir kommen auch von dort? Was, wenn sie uns fragen woher genau? Oder was wir angestellt haben?“ Mariss schien eine pessimistische Herangehensweise als beruhigend zu empfinden...
„Wir haben einige Daten vom anderen Aufklärungsteam.“, merkte ich an. „Und als Grund können wir Wasserdiebstahl angeben.“
„Das Risiko ist hoch, das sehe ich auch. Aber wir müssen es eingehen!“, sagte Amh. „Außerdem können wir so besser nach Wasseraufbereitungsanlagen Ausschau halten.“ Die Logik war nicht zu übersehen. Dennoch... Wo war ich da nur wieder hineingeraten?

~~Nomadengruppe~~

Die erste Reaktion, als uns jemand sah, war Geschrei. Die zweite, dass Waffen auf uns gerichtet wurden. Die dritte die Frage nach unserer Herkunft und was wir wollten. Dann wurde jemand gerufen.
Ein älter anmutendes Schaf trat auf uns zu und musterte uns zuerst einmal ausgiebig.
„Ihr seid also ebenfalls Ausgestoßene?“, fragte er.
Goral, der als ältestes Schaf der Herde den Vorsitz hatte, antwortete: „Ja, und wir suchen Schutz vor der Wüste. Könnt Ihr uns helfen?“ Der Alte blickte auf sein Bein, dann in sein Gesicht und nochmal zu uns allen. Dann machte er eine Bewegung, die unserem Kopfschütteln sehr ähnlich sah. Dafür, dass diese Leute hier alle so stark bewaffnet waren, hatten sie einen ziemlich umsichtigen und geduldigen Anführer.
„Holt Steppentritt.“, befahl er einem anderen Schaf. „Er soll entscheiden.“ Ich schaute mich verwundert um. Es soll jemand anderes entscheiden?

Ein großes, kräftiges Schaf kam auf uns zu, eskortiert von demjenigen, das diesen „Steppentritt“ holen sollte. Ich hatte ein ganz schön schlechtes Gefühl...
„Ich bin Steppentritt.“, stellte sich der Große vor. Direkter Schlag ins Gesicht. Schlechtes Gefühl : Deren – 1:0. „Ihr seid also ebenfalls Ausgestoßene?“, fragte er mit einer Stimme, die fast den Boden beben ließ. Die Stimme kam mir bekannt vor... und das Gesagte auch irgendwie.
Wieder antwortete Goral: „Ja. Deshalb fragen wir Euch, ob wir bei Euch Schutz suchen können.“
Steppentritt schnaubte. „Ihr wollt Euch uns also anschließen.“ Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. „Kann Euer Clan mit Waffen umgehen?“
Goral sah sich unter „seinem“ Clan um und blickte wieder zu Steppentritt. „Ja.“
„Gut.“, grinste Steppentritt. „Lasst sie nicht an unsere Waffen!“, rief er seinen Leuten zu. „Wir wollen hier keinen Ärger, verstanden?“ Das brauchte keine Zustimmung von uns, das war eine Tatsache. „Wir gehen weiter!“, befahl er.

Amh rief uns zusammen, um sich mit uns zu besprechen.
„Ich dachte, die Rangführung würde dem Ältesten zufallen?“, sagte Forester.
„Wir sollten mit dem älteren reden, Goral, das könnten Sie übernehmen.“, erläuterte die XO. „Ich komme mit. Der Rest schaut sich um, wie die Wasserversorgung funktioniert.“

~~Zeitsprung~~

„Und diese ganzen Waffen sammelt Ihr für einen Angriff?“, fragte ich fast entsetzt.
„Ja.“ Man sah ihm deutlich an, dass ihm das Gespräch nicht behagte. Er schien auch nicht mehr darüber sagen zu wollen, denn er wendete sich ab und ging zu einer anderen Gruppe. Ich sah Ciana an, die mir gefolgt war. „Wir müssen das Commander Amh berichten.“

~~Meldung~~

Durch Amh erfuhr ich auch, dass der Alte sich nicht zum Führen dieser Gruppe berufen fühlte und so nur eine beratende Funktion einnahm. Der viel Jüngere Steppentritt hatte die Rolle des Gruppenführers gleich übernommen.
Nach meiner Meldung schlich sich ein beunruhigter Ausdruck in Amhs Schafzüge. „Wir sind unbewaffnet und dadurch wehrlos.“, stellte sie fest.
„Wie genau denken Sie, haben die Strander uns beobachtet?“, fragte ich.
„Genau genug, um uns zu erkennen.“, bemerkte sie. „Was denken Sie?“ Sie fragte mich nach meiner Meinung? Ich musste wirklich so aussehen, als hätte ich einen Plan.
„Unser Ersatzmann.“

Wir hatten für einen Notfall noch jemanden chirurgisch zu einem Schaf gemacht. Einen Sicherheitscrewman, der sich jetzt bereit halten musste.
Amh sah mich an und verstand.
„Da vorne kommen wir an ein paar Felsen vorbei. Dort werden wir uns mit ihm treffen.“ Sie nickte mir nochmals zu, dann aktivierte sie unauffällig ihren Kommunikator. „Amh an Britannia, schicken Sie Crewman Drax unbemerkt in unsere Nähe.“ Den Rest bekam ich nicht mit, da ich selbst reden musste, um das „Selbstgespräch“ geheim zu halten.
Blau
Dem Genitiv sein Tod
Das Dem vom Dienst

Kein Rollenspieler
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