NH – GLog – Verreuill ULog02/Wellington ULog02 – SD:21028.2322 – MED/SCI

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Faedre
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Sa 12. Okt 2019, 22:14

NH – GLog – Verreuill ULog02/Wellington ULog02 – SD:21028.2322 – MED/SCI

Beteiligte Personen: Pvt Junia Rix, Elena Roberts, Paige Dymon(NPC)
Faedré:631
MJ: 656

===Starbase G-001 „New Hope === primärer mittlerer Komplex === Deck 135 === Sekundäre Krankenstation===

Was mich auf die New Hop verschlagen hatte wurde ich gefragt, da ich die junge Frau noch nicht wirklich kannte blieb ich bei der Kurzversion. „Vor vier Jahren war hier einiges geschehen und wir hatten die Starbase zu einem etwas ruhigeren Außenposten hin verlassen, doch irgendwann kam schließlich die Anforderung vom Kommando dass wir hier wieder Dienst tun sollen. Sie kennen das Sicher Private, wenn die Versetzung befohlen wird geht man dorthin wo die Flotte einen braucht.“ Erklärte ich knapp ohne genauere Details preis zu geben. Während ich diese noch mitteilte traf mein Blick den von Elena und mein Herz machte einen Freudensprung sondergleichen. 4 Jahre war es nun her dass ich sie das letzte Mal umarmt hatte, es war nur eine kurze Umarmung hier in der Öffentlichkeit doch für mich war es so als wenn sie mir damit alle last der letzten 4 Jahre von den Schultern genommen hatte. Dann rief Paige mich und Elena zu sich woraufhin ich direkt ein Padd und meinen ersten Patienten auf der Station zugewiesen bekam. Mary Jane Wellington. Die Krankheitsgeschichte der jungen Frau las sich wie ein guter Krimi, wir hatten definitiv einiges verpasst die letzten Jahre fiel mir auf während ich das Counselorbüro betrat.

===Starbase G-001 „New Hope === primärer mittlerer Komplex === Deck 135 === Sekundäre Krankenstation===Counselorbüro===

Kurz nachdem ich von der ChiefCounselor begrüßt worden war, wie jedes Mal, verschwand sie aus dem Büro und hatte wie sonst auch ihr „Ein Counselor ist gleich für sie da.“ Von sich gegeben. Wer es wohl diesmal war, einige hatte es mit mir bereits aufgegeben was natürlich nicht verwunderlich war. Als Patient war ich sicherlich ein graus aber das „Alles wird gut.“ Ging mir dermaßen gegen den Strich, sie alle arbeiten in ihren Wunschabteilungen und wollten mir was von Dienst erzählen, dass ich nicht lache. Die Türen glitten auf und der nächste Versuch eines Counselors betrat das Büro „Lieutenant Verreuil?“ fragte ich ungläubig da ich mich noch Dunkel an die Geschehnisse von Cadeu erinnern konnte. Es waren zwar über 4 Jahre her seitdem und ich hatte auch noch andere negative Erfahrungen gemacht, die mir nun diese Sitzungen hier eingebracht haben, aber ihre nette Art und auch die von Jean hatte ich nie vergessen. „Crewman Wellington. Wie es scheint haben wir hab heute das Vergnügen zusammen.“ Erklärte sie lächelnd und nahm mir gegenüber im Stuhl platz während sie ihr Padd sanft auf ihren Schoß legte. „Dann bringen sie mich doch bitte mal auf den aktuellen Stand ihrer Dinge.“ Forderte sie und ich sah sie an.

Mary Jane war ein wenig verwirrt, was ich anhand der bisherigen Behandlungserfolge mehr als nur verstand, sie war ein schwieriger Patienten aber das waren sie alle. Wieso meine Kollegen also so schnell aufgegeben hatten verstand ich nicht wirklich. Womöglich war es ein Wink des Schicksals, das ich noch früh genug mit ihrer Behandlung beauftragt wurde. Auf meine Frage hin nach dem neuesten Stand versanken ihre Gedanken sehr schnell in die Vergangenheit welche ich jedoch schnell abblockte da ich es von ihr verbal mit eigenen Worten hören wollte und nicht unschicklich durch das lesen ihrer Gedanken. „Ihnen kann ich auch nur das Erzählen was ich all ihren Kollegen bereits aufgetischt habe und sie sicherlich schon zu genüge auf diesem Padd…“ sie deutete auf meinen Schoß „…niedergeschrieben haben.“ Ich lächelte sanft „Mag sein Mary Jane, ich darf sie doch so nennen?“ fragte ich freundlich das es meist einfacher war mit den Gesprächen, wenn man ins bequemere Du verfiel. MJ nickte knapp „MJ wäre mir lieber.“ Erklärte sie und ich bestätigte die „Gut MJ, nenen sie mich bitte Faedré, aber ich möchte ihre Geschichte mit ihren eigenen Worten hören und nicht ablesen.“ Erklärte ich und wartete nun darauf das ich zu hören bekam weswegen sich ihr Leben so gravierend verändert hatte.

Irgendwie kam ich mir gerade vor wie in einem schlechten Film: Diese guter Cop, böser Cop Sache. Nur das ich nach den ganzen bescheuerten Counselors, vielleicht endlich mal glück haben sollte mit jemanden des es wirklich interessierte? Faedré war definitiv keine normale Counselor das erkannte ich jetzt auch und ich verstand nun um einiges besser warum so viele Personen um das Wohlergehen ihrer Person besorgt waren damals vor 4 Jahren auf Cadue, mal abgesehen davon das sie Hochschwanger gewesen war. „Kurzversion. Eine Mission ist scheiße gelaufen und ich hab nun den Salat.“ Meinte ich dennoch abwehrend und anstatt zu resignieren lächelte Faedré erneut „Das sehe ich.“ Sie deutete auf mein ausgestrecktes Bein „Ja ein Mitgrund warum ich nun in der Wissenschaft dienst tun muss.“ Faedré beugte sich leicht nach vor und lächelte erneut. Ihre Art hatte etwas beruhigendes und das erste Mal seit meiner Rückkehr auf die Starbase fühlte ich mich in diesem Büro wirklich willkommen. „Aber gut sie haben es sicherlich nicht verdient das ich ihnen gegenüber so abweisend bin. Vor etwa 6 Monaten, da war ich noch in der Sicherheit tätig ist eine Mission nicht so gelaufen wie sie sollte und es gab einen Vorfall, bei dem ich verletzt wurde. Die Verletzung wäre nicht so schlimm gewesen hätte man sie direkt behandeln können, was jedoch aufgrund der Auftragslage nicht möglich gewesen war…“ fing ich an und umschrieb die Sache ein wenig, ohne zu viel davon Preis zu geben, weil ich noch immer keine genauen Aussagen machen durfte ehe die Untersuchungen beendet waren.

Sie sprach ein wenig in Rätseln aber ich kannte dies noch von Josslain weswegen ich nicht nachhaken würde. Es war schon Mal ein Vorteil das sie es umschrieb, so konnte ich mir wenigstens ein Bild machen warum es sie so aus der Bahn geworfen hatte. „Sie machen also niemanden einen Vorwurf das man ihre Behandlung nicht früher ermöglicht hat?“ fragte ich und sah sie dabei eindringend an. Es würde nun sicherlich einige Sekunden dauern bis sie meine Frage richtig verstanden hatte und ich legte von daher das Padd beiseite, stand auf und begab mich zum Replikator „Etwas zu trinken?“ fragte ich sie und bekam ein standardmäßiges „Kaffee, schwarz.“ Zu hören. Nach einigen Augenblicken kehrte ich mit einem Kaffee für MJ und einem Chai Latte für mich zurück zum Tisch und nahm wieder im Sessel Platz. „Also?“ fragte ich und nippte an meiner Tasse. Sie schien noch in Gedanken zu sein, deswegen ließ ich ihr einen Moment der ruhe und beobachtete einfach ihre Mimik. Deutlich erkannte ich in ihrem Kopf nun einige Fragen aufgeworfen wurde und ich hoffte wirklich das ich ihr bei der Beantwortung diese ein wenig helfen konnte. Nur wenn sie sich wieder wirklich wohl fühlte würde sie auch mit ihren neuen Aufgaben zurechtkommen. Je eher sie sich dessen selbst bewusst wurde, desto eher konnte ihre seelische Genesung beginnen, denn diese stand noch vollkommen am Anfang.

Meine Gedanken fuhren gerade Achterbahn als ich den Duft des Kaffees in mich aufsog. Es war hier auf einmal vollkommen anders als zuvor noch mit den Kollegen von Faedré. Die Frage welche Sie mir gestellt hatte war wirklich eine die ich mir seit dem Unfall und dem langen warten auf Hilfe jeden Tag aufs Neue gestellt hatte. Hätte ich anders reagiert, wenn es meine Mission gewesen wäre, womöglich nicht. Frühzeitige Hilfe zu holen hätte die Mission gefährdet und so war es einfach ein kosten und nutzen Faktor den der verantwortliche Offizier abgewägt hatte. Nach der Rückkehr und meinem ersten Aufenthalt im Krankenhaus hatte Lieutenant Trevor sich bei mir entschuldigt, doch hatte er ja nichts falsch gemacht, das hatet ich mittlerweile auch eingesehen. Wütend war ich eigentlich nur noch auf mich selbst und meinen Körper. „Nein mache ich nicht, an seiner Stelle hätte ich in seiner Situation ebenso entschieden.“ Erklärte ich schließlich und stellte den nun geleerten Kaffeebecher auf den Tisch vor mir. „Es ist nur schwierig für mich…“ fing ich endlich an „…zu akzeptieren das man mich nur wegen eines nicht mehr zu 100% funktionierenden Knies aus der Sicherheitsabteilung geworfen hat.“ Erklärte ich und schüttelte leicht mit dem Kopf. Faedré lächelte und sah mich an ehe sie dann das Wort erneut ergriff.

-Tbc-
Captain Faedré Delavere
schreibt
Lieutenant Faedré Verreuil
Medizinerin und Counselor an Bord der Starbase G-001 "New Hope"
Liebe, wie es dir gefällt - Kushiel
Schülerin der ehrwürdigen und unvergessenen Michaela Quinn
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