Haar und Make-Up Stylist Ian Marley – LOG 02 – SD: 21124.1932

Begleitschiff: USS Prophecy NCC - 202012 - Intrepid - Refit Class
Inter.SL: FCpt.Kami - stellv. SL: VAdm. Michaela Quinn

Moderatoren: Chakoty, Oberkommando

Antworten
Benutzeravatar
Jadzia_Bennet
Beiträge: 226
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 13:43

Do 16. Jan 2020, 19:21

Haar und Make-Up Stylist Ian Marley – LOG 02 – SD: 21124.1932

Personen: Namentlich nicht bezeichnete Techniker, Mediziner, Sicherheitsleute und Wissenschaftler. (Wer Arbeit sucht)

NPC: Scheich Kassidih bin Raschid,

Wörter: 1595

Licht aus :o

~~~ Beauty Salon La Vie est Belle - Promenadendeck ~~~


Zum Glück hatte es nicht lange gedauert, bis sich Mediziner um die kollabierte Frau gekümmert hatten. Es gab ja hier auf dem Promenadendeck eine zweite große Krankenstation und so konnten sehr schnell geeignete Leute vor Ort sein.

Diese machten auch nicht viel Theater, sondern brachten die Patientin mittels Transporter in die Notaufnahme. Man hätte sie diesen relativ kurzen Weg auch tragen können, doch da die Frau deutlich über einhundert Kilo wog, entschied man sich doch für die Mitarbeiter schonendere Variante.

Nachdem das nun also erledigt war, konnte ich mich endlich meiner Büroarbeit widmen. Das war die Arbeit, welche ich am wenigsten mochte und so beeilte ich mich diesen Schreibkram möglichst schnell zu erledigen.
Danach kontrollierte in anhand der Computerprotokolle meine Lagerlisten. Es war sehr wichtig, dass ich immer von allem genug vorrätig hatte, denn selbstverständlich durfte es nicht passieren dass wir für eine Kundin zum Beispiel nicht die genau für sie abgestimmte Foundation auf Lager hatten.
Ich brauchte auch sehr viele Basen, Kräuter, Essenzen, Öle und dergleichen, denn sehr viele pflegende und dekorative Kosmetika stellten wir hier im Labor, welches an den Salon angeschlossen war, selbst her. Nur so konnte ich wirklich sicher sein, für meine Kunden nur das allerbeste zu verwenden.

Seufzend stellte ich fest, dass doch wieder einiges zu besorgen war. Vieles bestellte ich direkt von hier aus und ließ es liefern, aber nicht alles.
Gerade Essenzen und Kräuter musste ich selbst aussuchen. Es war mir sehr wichtig, dass die Qualität absolut top war und da hatte ich bei Bestellungen schon sehr negative Erfahrungen gemacht. Ich lud mir also die Liste der Dinge die ich selbst besorgen wollte auf mein Pad, sagte meiner rechten Hand Sarina Bescheid und machte mich auf den Weg zur dritten Handelsebene wo es die besten Händler für das gab was ich suchte.


~~~ 3. Handelsebene ~~~


„Ian! Schön dass du uns wieder einmal besuchst. Womit kann ich dich heute glücklich machen? Ich habe frische Kräuter von Dervos 3 bekommen und Safirgo Blätter von Adelasos. Du kannst dir nicht vorstellen wie toll diese Safirgo Blätter duften. Mein Sohn war auch ganz speziell wegen dir auf einem Bassar auf Idran. Stell dir vor, dort geht es zu wie auf einem Bassar im Irdischen Istambul. Nur hundert mal größer. Ohne Navigationssystem findest du dort nie wieder raus. Er hat Kräuter mit gebracht die du dir unbedingt ansehen musst. Du wirst begeistert sein. Es sind Düfte da wären selbst die alten Götter der Ägypter neidisch gewesen.“

Ich hörte belustigt zu, denn der Händler der mich so überschwänglich begrüßte redete meistens wie ein Wasserfall und es war sehr schwer auch mal zu Wort zu kommen. Er war ein kleiner etwas rundlicher Mann den ich noch nie ohne Turban gesehen hatte. Dazu trug er einen weißen Dischdascha ohne Kragen. Vom runden Ausschnitt baumelte wie immer eine dunkelblaue Quaste, die stark parfümiert war. Und wie immer war sein Parfüm Patschuli.

Er nannte sich Scheich Kassidih bin Raschid, wobei es unter Händlerkreisen sehr umstritten war, ob er ein wirklicher Scheich war, also aus einer Familie stammte welche diesen Titel mit Recht trug, oder ob er sich bloß so nannte, weil es gut für des Geschäft und das Ego war.
Mir persönlich war das herzlich egal, denn ich mochte diesen Mann, der immer sehr höflich war und auch immer sehr bemüht mir die Wahre zu besorgen welche ich brauchte.

Auch dieses Mal war es so. Ich übertrug meine Bestellung von meinem Pad auf seines. Er schaute es sich kurz an und begann sogleich seine Mitarbeiter aufzuscheuchen. Jeder bekam einen Auftrag etwas bestimmtes irgendwo zu holen, wobei er erstaunlicherweise offensichtlich auswendig wusste wo in seinem Lager alles zu finden war.

Der Reihe nach kamen seine ausgesandten Mitarbeiter zurück und brachten das Gewünschte. Je mehr Kräuter sich auf der Theke stapelten je toller roch es. Es war wie ein sehr gut aufeinander eingespieltes Orchester. Wie unterschiedliche Instrumente für fantastische Musik sorgten, so sorgten hier unterschiedliche Kräuter für einen Duftkomposition die einen zum schwärmen bringen musste.
Es dauerte fast eine Stunde, bis ich alles zusammen hatte. Während die Wahre verpackt wurde, was ich natürlich auch noch kontrollierte, brachte einen hübsche junge Dame in Haremskostüm uns Tee und kleine Häppchen Fladenbrot mit Ziegenkäse und Oliven.

Als dann endlich alles fertig war versprach mir Scheich Kassidih sofort einen Mitarbeiter mit der Wahre zu meinem Salon zu schicken. Ich quittierte die Rechnung und bedankte mich herzlich für die, wie immer, hervorragende Bedienung. Danach machte ich mich wieder auf den Weg zu meinem Salon.


~~~ Beauty Salon La Vie est Belle - Promenadendeck ~~~


Als ich ankam, war die gekaufte Wahre bereits da und zwei meiner Mitarbeiter waren dabei sie in das entsprechende Lager zu bringen und in die Regale zu verteilen.
Nun war es an der Zeit eine Runde durch die einzelnen Behandlungsräume zu machen. Für meine Kunden gab es gleich nach der Eingangstüre den Empfangsraum mit einer Theke und einer gemütlichen Sitzecke für den unwahrscheinlichen Fall dass man einmal warten musste.

Vom Empfangsraum aus kam man in mein Büro, von dem aus man dann auch in die für Kunden nicht offenen Bereiche kam, wie Lager und Labore.
Und man kam weiter in den Salon. Dort gab es einige Tische mit bequemen Sesseln, Sofas und Liegen und flauschige Sitzgruppen. Hier konnten meine Kunden ausgewählte heiße und kalte Getränke bekommen und diverse kleine Häppchen essen. Es gab auch Obst aus allen möglichen Ecken des Universums und natürlich ebenfalls Bonbons und Pralinen. Man konnte plaudern, in diversen Magazinen blättern oder einfach nur in Ruhe entspannen.

Vom Salon weg führten einige Türen in kleine Behandlungsräume und eine Treppe in das Obergeschoss wo sich weitere Räume für Kunden befanden. Diese Räume hatten alle eine bequeme Beautyliege auf der die Kunden entspannen konnten während die Kosmetiker arbeiteten, einen Bereich für die Reinigung der Haare und der Kopfhaut und einen Frisierstuhl vor einem großen Spiegel. In jedem Raum gab es die Möglichkeit individuelle Musik zu spielen, das Licht an die Kundenwünsche anzupassen und die Farbe der Wände nach Belieben zu ändern. Blumen, Bilder und andere Accessoires konnten als Hologramm eingeblendet werden, so dass viele Kunden ihre eigene Raumgestaltung hier gespeichert hatten und somit genau ihren Raum bekamen in dem sie sich wohl fühlten.
Zusätzlich gab es natürlich noch diverse sanitäre Einrichtungen auf beiden Etagen.

Ich versuchte so gut es meine Zeit zuließ immer mal wieder in allen Räumen vorbei zu schauen um mich persönlich davon zu überzeugen, dass meine Kunden zufrieden waren und es ihnen an nichts fehlte. So auch jetzt.

Gut gelaunt betrat ich den Salon der sehr gut besucht war. Ich wollte gerade die Anwesenden begrüßen als es plötzlich dunkel wurde,
Ein Aufschrei aus vielen Kehlen erfüllte den Raum. Ich konnte hören dass Türen sich öffneten und auch, dass Leute die Treppe von oben herunter gelaufen kamen.

So laut ich konnte und doch so ruhig es ging rief ich: „Meine Damen und Herren. Es scheint das Licht ausgefallen zu sein. Bitte bleiben sie alle hier in diesem Raum. Es gibt keinerlei Grund für eine Panik!“
Noch während ich diese Worte sagte, kamen einige meiner Angestellten mit brennenden Kerzen in den Salon, was die Situation sofort sehr entspannte.
David, der gerade Dienst am Empfang gemacht hatte kam herein und berichtete, dass soweit er es beurteilen konnte das gesamte Promenadendeck ohne Licht war. Vorsorglich hatte er die Türe zu unserem Salon geschlossen und verriegelt. Er berichtete, dass draußen bereits an einigen Stellen Panik ausgebrochen war und dass immer mehr Sicherheitsleute zu sehen waren.
Ich beschloss selbst zur Türe zu gehen um nachzusehen. Immerhin hielt ich es für meine Pflicht mich um das Wohlergehen meiner Kunden zu kümmern.

Während ich mich also zur Eingangstüre begab die aus Sicherheitsglas, also durchsichtig war, rief ich eine meiner Stammkundinnen an, die eine der vielen Technikabteilungen leitete.

„Hallo Diana“, meldete ich mich und fuhr sofort beruhigend fort: „Ich will dich nicht lange stören, aber kannst du kurz sagen was los ist. Du kannst dir vorstellen dass meine Kunden kurz davor sind panisch zu werden.“

„Hallo Ian“, antwortete sie und ich hörte deutlich die Hektik um sie herum. „Ganz kurz kann ich dir sagen was ich weiß. Das Steuerungsprogramm für die Beleuchtung des Promenadendecks spielt verrückt. Auch das Sicherheitsprogramm, dass eingreifen sollte wenn das passiert, lässt sich nicht aktivieren. Warum das so ist wissen wir noch nicht. Es kann Sabotage sein, oder ein noch unbekannter Fehler in irgend einem System. Gefahr besteht durch den Ausfall direkt keine, aber ich würde an deiner Stelle mit deinen Kunden im Salon bleiben. Ich höre viele Meldungen hier und weiß, dass die Sicherheit alle Hände voll zu tun hat. Dass es bereits Verletzte gibt, durch Panik und Überfälle. Die Technik und die Wissenschaftler arbeiten auf Hochtouren und es ist zu hoffen, dass wir bald wieder dafür sorgen dass es hell wird.“

Höflich bedankte ich mich und beendete die Kommunikation. Durch die Glastüre konnte ich sehen, dass Diana recht hatte. Jetzt den Salon zu verlassen wäre Wahnsinn gewesen.
Ich ging also zurück zu meinen Kunden in den Salon um ihnen zu berichten was ich wusste. Meine Mitarbeiter waren dabei die Leute mit Essen und Getränken zu versorgen. Viele Kerzen sorgten für angenehmes Licht und so waren eigentlich alle einstweilen zufrieden. Ich wusste, dass sich das ändern würde, wenn es zu lange dauern würde, denn viele meiner Kunden hatten Termine, Familie zu der sie wollten oder einfach keine Lust hier stundenlang herum zu hängen.
“Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.”

Tecumseh, Häuptling der Shawnee
Antworten