Log 01 – Cmdr. Askhan Arcon – Sicherheitstechniker – irgendwann an Tag 4 – SD: 21142.1427

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Jadzia_Bennet
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Mo 3. Feb 2020, 14:18

Log 01 – Cmdr. Askhan Arcon – Sicherheitstechniker – irgendwann an Tag 4 – SD: 21142.1427

Personen: CTO Nathan Hogan,

NPC: –

Wörter: 1025

ゑQuartier Arconゑ

Wie jeden Tag wurde ich um 4 Uhr vom Computer durch einem lauten Gongschlag geweckt. Durch jahrelanges Training war ich sofort hell wach, erhob mich von meiner Schlafmatte und rollte diese sorgfältig zusammen.

Heute war ein besonderer Tag. Ich würde einen neuen Aufgabenbereich übernehmen. Lange Zeit war ich hier als einer der Führungsoffiziere im Bereich Sicherheit tätig gewesen, doch mit der Zeit konnte ich das was ich tun musste immer weniger mit dem vereinbaren an was ich aus tiefster Seele glaubte. Ich hatte begonnen Dinge zu hinterfragen. Bilder von Einsätzen in denen es zu brutaler Gewalt gekommen war, die wir oft nur dadurch stoppen konnten, indem auch wir sehr harte Methoden angewandt hatten, verfolgten mich lange und es kostete mich immer mehr Kraft durch Meditation und diverse Riten wieder meine Mitte zu finden. Wieder zur Ruhe zu kommen. Auch wenn ich keinen Zweifel daran hatte, dass die Arbeit der Sicherheit notwendig war.

Aus diesem Grund hatte ich schon vor längerer Zeit damit begonnen mich neben meinem Dienst zum Computertechniker, Spezialgebiet Computersicherheit ausbilden zu lassen. Einen großen Teil meiner Ausbildung hatte ich auch der Shedar Technologie gewidmet, denn vieles in unseren Computersystemen wurde mit Hilfe dieser Technologie modifiziert.
Eigentlich war ich nun in meiner neuen Funktion eine Mischung zwischen Sicherheitler und Techniker, aber da ich in Zukunft an keinen Kampfhandlungen mehr teilnehmen würde, wurde ich der Technischen Abteilung zugeteilt.

Bis zu meinem Termin bei Nathan Hogan, den ich schon lange kannte und schätzte, hatte ich noch genug Zeit und so begann ich meine Morgenroutine auf die ich nur in dringenden Fällen verzichtete.
Ich hatte einen kleinen Raum meines Quartiers als Meditationskammer ausgestattet. Es gab in diesem Raum lediglich eine Matte und Licht das wirkte als wäre es der Schein eines kleinen Feuers. In einer Ecke befand sich ein Altar auf dem eine Buddhastatue stand. Vor der Statue befanden sich 7 Schalen mit symbolischen Opfergaben. Links daneben stand die Abbildung einer Stupa und rechts ein verschlossener Kasten in dem sich der Kodex der Shaolin befand.
Der Raum selbst war absolut schalldicht, so das kein Geräusch hinein dringen konnte.
Hier hin begab ich mich, schloss die Türe hinter mir und setzte mich auf die Matte. Ich begann mit meiner täglichen Meditation. Eine Stunde in der ich meinen Geist reinigte, und von allen Anhaftungen befreite.
Wie meistens dauerte es eine Weile bis die Bilder und Gedanken sich auflösten und Stille einzog. Bis ich eins wurde mit meinem Atem und mein Geist klar wurde, wie eine Quelle die aus der Tiefe der Felsen ans Licht tritt. Alle Blockaden lösten sich auf und das Qi floss wieder in stetem Strom durch seine Bahnen.

Danach fühlte ich mich wieder so wie es sein sollte. Ich lebte wieder im Hier und Jetzt. Die nächste Stunde verbrachte ich auf einem Holodeck mit Kampfübungen. Das war eine sehr gute Methode einen Ausgleich zu schaffen. Um meinen Körper und meinen Geist nach der Zeit der Ruhe in der Meditation wieder in Bewegung zu bringen.
Nachdem ich auch das erledigt hatte, fehlte nur noch ein Bad und ein Frühstück mit Quark in dem sich Obst und Nüsse befanden und dazu eine Schale Kräutertee.
Nun war ich bereit es wieder mit der Welt aufzunehmen. Komme was wolle.

ゑBüro Nathan Hogan ゑ

„Askhan, komm rein und setz dich. Ich nehme an du nimmst einen Tee. Ich habe sogar eine besondere Mischung für dich aus Ananasminze, Agastachen, Hagebuttenschalen und Zistrosenblättern“, begrüßte mich der Cheftechniker herzlich.
„Ich bin noch immer froh und auch erstaunt über den Schritt den du gemacht hast, auch wenn es eigentlich nicht verwundert, wenn man dich kennt“, fuhr er fort, während er sich zum Replikator begab.
Ich setzte mich auf die gemütliche Couch in seiner Besucherecke und hörte zu während Nathan munter weiter sprach:
„Ich habe deine Unterlagen erst gestern bekommen und muss sagen, aufgrund der vielen Kurse, Seminare, Studien und Praktika kann man eigentlich nicht wirklich sagen was du bist. Ich würde dich als Wissenschaftstechnischensicherheitsguru betiteln, oder besser als Eierlegende Wollmilchsau.“

Ich musste laut und herzhaft lachen. Aber ganz unrecht hatte er nicht. Für mich war der Stationscomputer und alle an ihm angeschlossenen Systeme das Herz der Station. Dieses Herz musste beschützt werden, es musste gepflegt werden, es musste bei Bedarf ausgebaut werden und es musste nebenbei an einem Paralellherzen gearbeitet werden, dass zumindest die überlebenswichtigen Funktionen übernehmen konnte, wenn das Hauptherz ausfallen würde.
Und alle meine Studien hatten vor allem dazu gedient genau dazu in der Lage zu sein das zu tun. Deshalb waren sie sehr vielfältig, bereichsübergreifend und speziell.

„Du weißt ja Nathan, dass ich niemals halbe Sachen mache“, erklärte ich noch immer grinsend und er nickte zustimmend.
„Ja, das weiß ich und darüber bin ich gerade derzeit sehr froh“, antwortete er und seine Miene wurde ernst.
Während ich meinen Tee trank erfuhr ich nun, was in Zukunft meine Aufgabe sein würde:

„Ich habe dir eine Zusammenfassung aller Fehlfunktionen der letzten Tage auf dein Pad geschickt.
Bitte schau es dir an und versuche herauszufinden was da los ist. Dass da etwas nicht stimmt ist für mich Fakt.
Dein Büro, deine Werkstatt und dein Labor sind hier gleich neben meinem.
Du hast die Erlaubnis dir ein Team zusammen zu stellen. Höchstens 10 Leute, aber weniger wäre besser, denn es müssen zu 100 Prozent vertrauenswürdige Leute sein.
Ein Team aus Technikern und Wissenschaftlern. Wenn du sonnst noch irgendetwas brauchst, so sag Bescheid. Deine Arbeit wurde von höchster Stelle mit Priorität 1A gekennzeichnet. Du unterstehst mir persönlich und hast alle Zugangsberechtigungen für den Computer, außer denen welche direkt dem Geheimdienst unterstehen. Als ehemaliger DCXO bist du ja über alle Zweifel erhaben.
Und dann habe ich noch eine Bitte. Du weißt du ja über unseren Audit Besuch Bescheid. Rezitiere so viele Mantren wie du brauchst, aber sei bitte höflich wenn jemand aus diesem Team deine grenzenlose Aufmerksamkeit wünscht.“

Ich nickte lächelnd, trank meinen Tee aus und verabschiedete mich.
Mein nächster Weg führte mich in meine Räume wo ich mich erst einmal einrichten wollte, ehe ich dann mein Team zusammenstellen würde. Ich hatte vor mir damit Zeit zu lassen, denn dieses Team musste sorgfältig ausgewählt werden. Es musste zu der speziellen Arbeit passen und es musste zueinander passen. Und das zu finden war meist nicht einfach.
“Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.”

Tecumseh, Häuptling der Shawnee
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