Log 03 – Cmdr. Askhan Arcon – Sicherheitstechniker – Tag 4/5– SD: 21147.1860

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Jadzia_Bennet
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Sa 8. Feb 2020, 18:38

Log 03 – Cmdr. Askhan Arcon – Sicherheitstechniker – Tag 4/5– SD: 21147.1860

Personen: Tusnelda Maria Rattinger,

NPC: Sinja (Holographische Assistentin Askhans), Shanami Rana (Wissenschaftlerin der Pekari)
und diverse Opfer

Wörter: 939


ゑAbteilung für Computersicherheit und Computertechnikゑ

Mein Rundruf an diverse technische und wissenschaftliche Abteilungen war erfolgreicher gewesen als ich dachte. Nur kurze Zeit später hatte ich einige Personalakten auf dem Schreibtisch, von denen eigentlich alle vielversprechend aussahen.
Drei Techniker und vier Wissenschaftler die heute Nachtdienst hatten, durften diesen Nachtdienst gleich in meiner Abteilung verbringen, so dass ich Gelegenheit hatte zu sehen, ob sie den Anforderungen welche ich an sie hatte auch entsprachen.

Ich übergab die Praktikanten an meine Holoassistentin Sinja mit der Bitte, diese an diverse
Info-Terminals zu bringen, wo sie eine gründliche Einschulung bekommen würden, für das was sie hier in Zukunft zu tun hatten.
Diese Lern- und Ausbildungsprogramme wurden extra für diese Abteilung geschrieben und es gab für jedes Aufgabengebiet spezielle Unterrichtseinheiten. So konnte ich sicher sein, dass meine Leute genau wussten was sie zu tun hatten und dass keiner sagen konnte, das hätte ihm niemand erklärt.

Nachdem das erledigt war, wollte ich mich eigentlich für drei oder vier Stunden hinlegen, doch es kam anders. Ganz anders. Und für diese Nacht würde an Schlaf nicht mal zu denken sein.

„Commander Arcon! Hier spricht Ensign Klausner. Ich habe hier einen sehr merkwürdigen Fall“, tönte es aus dem Lautsprecher.
„Sprechen sie Ensign“, sagte ich und hörte aufmerksam zu was er zu sagen hatte.
„Also, ich bin hier im Quartier einer Händlerfamilie. Genaue Ortsangabe habe ich ihnen geschickt. Ich würde gerufen, weil der Computer verrückt gespielt hatte. Die Frau welche hier mit Mann und dreijährigem Kind lebt, wollte für ihren Jungen einen Haferbrei replizieren.
Der Replikator lieferte allerdings einen Dinkelvollkornbrei und dazu meldete sich der Computer mit der Aussage, dass dieser Brei viel gesünder wäre.
Die Frau hat dann mit allen möglichen Mitteln versucht dem Computer, der übrigens mit einer sehr hohen Fistelstimme sprach, klar zu machen, dass sie selbst bestimmen konnte und wollte was ihr Sohn zu Essen bekam, doch der Computer beharrte darauf dass es Dinkelvollkornbrei sein musste. Auf ihren bösen Zuruf: „Du bist ja wohl bescheuert und ich will nun sofort dass du dich da raus hällst. Du bist der Stationscomputer und nicht der Schtationskoch“ bekam sie zur Antwort:
„Nein, ich bin Franz-Josef und ein Clownprogramm.“
Die Frau wollte nun die Technik rufen, doch der Computer erklärte dass das nicht notwendig wäre. Stattdessen schlug er vor, Kinderlieder zu spielen.

Nachdem die Frau gezwungenermaßen eingelenkt hatte, ihr Sohn hatte Hunger, meldete sich kurze Zeit später der Computer mit normaler Stimme um die Frau an einen Termin zu erinnern den sie hatte. Da die Stimme normal war und sie wirklich einen Termin hatte, versuchte sie nun die Technik zu rufen, was der Computer anstandslos tat.
Ich bin nun hier vor Ort, kann aber nichts ungewöhnliches feststellen. Auch der Computer meldet keinen Fehler. Das Diagnoseprogramm sagt, dass es keinerlei Abnormalitäten geben würde. Mein Chef hat gesagt ich sollte mich damit bei Ihnen melden.“

Gespannt hatte ich dem Mann zugehört. Er klang eigentlich sehr sachlich und glaubwürdig auch wenn diese Geschichte auf mich eher wie ein schlechter Scherz wirkte. Doch noch während ich überlegte was ich als nächstes tun konnte, kam ein weiteres Gespräch.

Dieses Mal war es ein junger Mediziner der für eine Stunde eine Saunakabine gemietet hatte. Hier übernahm der Computer die Dauer und Intensität der Aufgüsse, ohne im geringsten auf die Wünsche des Mannes zu hören.
Es erklärte, dieses Mal mit weiblicher Stimme, Clownprogramm Uschi zu sein und eingegriffen zu haben, weil der Mann alles falsch machen würde und es so wie sie es nun machte viel gesünder wäre.
Auch hier war der ganze Spuk nach der Stunde wieder vorbei und nichts deutete darauf hin, dass irgendetwas ungewöhnlich gewesen wäre.

Und so ging es nun weiter. Eine Meldung folgte der Anderen.
Fitnessgeräte wurden übernommen und dem Benutzer wurde ein Programm aufgezwungen dass er absolvieren musste.
Eine Klavierschülerin durfte den Unterrichtsraum erst verlassen, als sie es schaffte ein Musikstück fehlerlos zu spielen.
Einer Frau verweigerte der Replikator ein Kleidungsstück, mit dem Hinweis, dass es bei ihrer Figur besser wäre Hosen mit einem weiten Oberteil zu tragen. Das würde ihr Übergewicht besser kaschieren.
Bei einer Familie übernahm ein Clownprogramm namens Björn die Abendgestaltung indem der Bildschirm im Wohnraum Lehrfilme über die Tierwelt Bajors spielte, anstelle der Serie welche die Familie sich ansehen hatte wollen.

Und dann auch noch das, für die Raumbasis, katastrophalste.

Die Auditorin Rattinger war ebenfalls Opfer dieses Virusprogramms geworden. Sie hatte Stunden in einem Lagerraum verbringen müssen, ehe sie zum Glück unversehrt gefunden wurde. Sie war persönlich in meinem Büro erschienen und es hatte sehr viel Geduld, Kaffee und Kuchen mit Sahne gekostet sie einigermaßen wieder zu beruhigen.

Nachdem ich einige Meldungen entgegen genommen hatte, bat ich die junge Pekari Shanami die weiteren Meldungen zu sammeln und dabei zu versuchen, ob es irgend ein Schema gab nach dem dieses Programm seine Opfer auswählte.

Offensichtlich war in unserem Computernetz ein Viren Programm unterwegs, welches aus vielen einzelnen Einheiten bestand. Es schien harmlos, doch für mich war es alles andere als das.
Ein Programm, dass unseren Computer ausschließen konnte, dass sich nicht finden ließ, dass so gut getarnt war, dass man keinerlei Spuren im Netzwerk fand, war nicht harmlos.
Egal was es tat. Selbst wenn es wie bisher nur lästig war. Es war eine enorme Gefahr.
Denn wer weiß ob das so blieb.

Ich wollte eigentlich ganz in Ruhe meine Abteilung aufbauen. Doch damit war es vorbei. Dieses Clownvirus musste gesucht, gefunden und eliminiert werden.
Und zwar so schnell als möglich.

[ NRPG: Ich hoffe ihr habt Spaß mit Chlownie ]
“Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.”

Tecumseh, Häuptling der Shawnee
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