Log 04 – Cmdr. Askhan Arcon – Sicherheitstechniker – Tag 5– SD: 21149.1370

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Jadzia_Bennet
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Mo 10. Feb 2020, 13:45

Log 04 – Cmdr. Askhan Arcon – Sicherheitstechniker – Tag 5– SD: 21149.1370

Personen: John Ertl (erwähnt), Nathan Hogan CTO, Sharania Jean

NPC: Sinja (Holographische Assistentin Askhans), Shanami Rana (Wissenschaftlerin der Pekari), holografisches weibliches Verwöhnprogramm :lol:


Wörter: 1466


ゑAbteilung für Computersicherheit und Computertechnikゑ


An Schlaf war nicht zu denken. Die ganze Nacht waren der Reihe nach Meldungen herein gekommen über Vorfälle, in denen das Clownprogramm zugeschlagen hatte.
Es waren sehr unterschiedliche Ereignisse.
Jedes Mal hatte das Programm andere Dinge getan. Jedes mal stellte es sich mit irgendeinem Vornamen und dem Hinweis das Clownprogramm zu sein denen vor, die es heimsuchte.

Es lies sich nicht deaktivieren und verschwand meistens erst dann wenn es das was es wollte durchgesetzt hatte. Dabei agierte es sehr befehlend, doch niemals so dass jemand ernsthaft zu Schaden kommen konnte. Im Gegenteil. Es zwang Leute ab und zu Dinge zu tun, die wirklich besser für deren Gesundheit oder Wohlbefinden waren, oder Dinge zu unterlassen die ihnen schaden konnten. Dass es dabei den Opfern die persönliche Freiheit nahm über ihre Lebensweise selbst zu entscheiden war diesem Programm egal.
Es war eher so, dass es sehr deutlich zeigen wollte, dass es Macht hat und dass es sinnlos war zu versuchen ihm zu widersprechen.

Viele mögliche Szenarien ließen sich aus dem was wir bisher wussten konstruieren und keines davon war in meinen Augen harmlos. Ich beschloss mit Nathan darüber zu reden. Das Gespräch würde ihn erstens informieren, und zweitens mir helfen meine Gedanken zu sortieren.

„Computer! Verbinde mich mit Commander Hogan!“ befahl ich, doch anstelle von Nathans Stimme hörte ich eine Frauenstimme die mit rauchiger verführerischer Stimme erklärte: „Hier ist Marilyn. Commander Hogan möchte sie leider derzeit nicht sprechen. Er lässt sich lieber von mir verwöhnen. Das wird noch eine Weile dauern. Noch sind der Süße und ich erst beim Vorspiel.“
Mit diesen Worten wurde die Verbindung getrennt.

„Bei allen Kristallen der Makorangötter, was war das?“
Diese Frage kam von Shanami, der Pekarischen Wissenschaftlerin, die hereingekommen war und gehört hatte was diese Marilyn sagte.
„Habe ich das falsch verstanden oder hat irgendetwas, ich gehe davon aus dass es das Clownprogramm war, gerade wirklich erklärt, sich mit dem Cheftechniker auf eine Weise zu beschäftigen, die in unserem Volk der Fortpflanzung dient.“

Ich nickte und erklärte: „So ist es zu verstehen. Egal ob der Commander damit Spaß hat oder nicht, ich werde dieses Liebesspiel leider unterbrechen müssen. Aber ich gebe zu, dass ich es interessant finde nun selbst Kontakt zu dem Virusprogramm bekommen zu haben. Ich werde nachsehen was da los ist und ich hoffe dass es mir gelingt in das Büro des Cheftechnikers zu kommen.“

Ehe ich den Raum verließ meldete sich meine holographische Assistentin Sinja Und was sie sagte machte das ganze für mich noch schlimmer:
„Ich habe ja Zugriff auf alle Holoemitter und denke es ist für dich wichtig zu wissen, dass sich ein weibliches holografisches Massageprogramm im Büro des Commanders befindet. Vielleicht ist es doch keine gute Idee ihn zu stören“.

„Danke Sinja“, sagte ich und erklärte: „ Ich kenne Nathan schon lange. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er sich sexuell mit einem Holoprogramm einlassen würde. Und es ist zu einhundert Prozent sicher, dass er das niemals im Dienst machen würde. Dazu kommt noch, dass sich ein holografisches Programm nicht auf meinen Ruf gemeldet hätte.“

ゑBüroräume von Commander Nathan Hoganゑ

Nach dieser Erklärung machte ich mich auf den Weg zu Hogans Räumen, welche sich unweit von meiner Abteilung befanden.
Ich betätigte den Melder an der Türe, doch es erfolgte keinerlei Reaktion. Eigentlich hatte ich auch nicht wirklich damit gerechnet mit einer so simplen Methode Erfolg zu haben. Also nahm ich einen Spezialschlüssel aus meiner Tasche, öffnete damit ein kleines Kästchen neben der Türe und gab einen Code ein, den nur wenige an Bord der New Hope besaßen und der, bis auf ganz weniger Ausnahmen, alle Türen der Station öffnete.
Ich hörte auch wie sich die Türverriegelung bewegte, dennoch blieb die Türe geschlossen. Das bedeutete, dass das Programm Zugriff auf die Codierung der Türen hatte. Es konnte zwar meinen Zugangscode nicht deaktivieren, aber mit einem anderen überschreiben, der eine höhere Priorität hatte.
Als nächstes blieb mir nur noch die Methode welche Ensign John Ertl bei der Befreiung von Commander Rattinger angewendet hatte.
Ich zog meine Waffe, stellte sie auf höchste Leistung und aktivierte meinen Kommunikator.

„Commander Arcon an Commander Hogan! Bitte bleiben sie von der Türe weg. Ich werde diese mit meinem Phaser öffnen. Arcon Ende!“

Ich entsicherte die Waffe und genau in dem Moment öffnete sich die Türe. Um vor weiteren Überraschungen sicher zu sein, gab ich einen Schuss mit geringerer Intensität ab, der den Schließmechanismus außer Kraft setzte. Das Teil konnte schnell ausgetauscht werden, aber solange es fehlte würde sich diese Türe keinen Millimeter bewegen.

Nachdem das erledigt war, betrat ich den Vorraum und ging von dort aus in Nathans Büro.
Der Cheftechniker war gerade dabei sich von seiner Couch aufzurappeln. Seine Uniform war etwas ramponiert und seine Hose hing unterhalb der Knie. Im Raum verstreut lagen diverse Frauenkleider, Dessous und ein Paar rote High Heels. Ich konnte mir ein amüsiertes Lächeln nicht ganz verkneifen und Nathan schaute mich böse an.
„Wenn ich herausfinde wer für diese Schweinerei verantwortlich ist, dann Gnade ihm oder ihr Gott“, rief er und brachte seine Uniform wieder in einen ordentlichen Zustand.

„Erkläre mir bitte genau was passiert ist. So richtig befriedigt schaust du nicht gerade aus!“ sagte ich grinsend und holte aus Hogan`s ^Geheimfach^ die Flasche mit Kräuterschnaps, welchen er hier für besondere medizinische Notfälle deponiert hatte.
Das hier war auf jeden Fall so ein Notfall.

Nathan griff schnell nach der Flasche, verzichtete auf ein Glas und trank einen großen Schluck, ehe er mir die Flasche zurück gab und ich sie wieder verstauen konnte.
Dann begann er zu erzählen.

„Ich wollte mir eigentlich einen Tee replizieren. Weil der Tag schon etwas stressig begonnen hatte hatte ich mich für einen Baldrian/Mariendistel Tee entschieden. Anstelle des Tees materialisierten zwei Gläser Sekt im Replikator, und hinter mir stand plötzlich eine junge blonde vollbusige ‚Dame‘ die mir verführerisch ins Ohr flüsterte:
»Tee ist doch nicht das was du brauchst. Ich kann dich viel besser entspannen. Komm mit zur Couch mein Süßer und ich werde dich all deine Sorgen vergessen lassen. «

Du kannst dir vorstellen wie verblüfft ich war, doch nur kurz. Immerhin hatte ich schon von diesem Clownvirus gehört und wusste was los war. Noch dachte ich, dass ich mit geschicktem Verhandeln aus der Nummer raus kommen würde, aber leider hatte ich mich da getäuscht. Die ‚Dame‘ meinte es ernst. Sie zog mich zur Couch, drückte mich in die dort liegenden Kissen, veranlasste den Computer erotische Musik zu spielen und begann sich langsam zu entkleiden.
Immer wenn ich Anstalten machte aufzustehen, stieß sie mich mit sanfter Gewalt zurück. Nachdem sie dann vollständig entkleidet war, begann sie damit mich meiner Uniform zu entledigen.
Sie ist ein Hologramm und als solches natürlich viel stärker als ich, da sie ihre Kraft dem Bedarf anpassen kann und ich nicht.
Ich will mir nicht vorstellen was passiert wäre wenn du nicht rechtzeitig gekommen wärst.“

Aufmerksam hatte ich zugehört. Eigentlich war das eine Geschichte wie die, welche ich nun schon in vielen Varianten gehört hatte. Doch mit einem großen Unterschied.
Das Clownvirus konnte Hologramme aktivieren. Und diese Tatsache machte alles noch schlimmer als es ohnehin schon war.

ゑAbteilung für Computersicherheit und Computertechnikゑ

„Askhan, gut dass du da bist,“ begrüßte mich Sinja und berichtete: „Ich habe hier eine Meldung vom Logistikzentrum auf Deck 562. Eine Master Chief Petty Officer Sharania Jean hat sich gerade auf einem merkwürdigen Kanal gemeldet. Ihre Meldung kam über das Tool, mit dem Techniker spezielle Werkzeuge anfordern können. Allerdings in einem Bestellfeld für genehmigungspflichtige Spezialkartuschen. Sie bestellte eine Menge die niemand jemals auf einmal benötigen würde. Deshalb fiel das natürlich sofort auf und jemand schaute genauer hin.

Wegen dem Zusatz zur Bestellung wurde diese sofort an uns weiter geleitet. Ließ selbst“, sagte sie und auf meinem Terminal aktivierte sich die Bestellung. Es war so wie Sinja gesagt hatte. Unter der Bestellung stand: __ Wir sind hier von einem Programm eingeschlossen, dass sich Marvin nennt. Es weigert sich die Türe zu öffnen. Ich bitte um Unterstützung!__

Ich überlegte kurz. Diese Sharania Jean schien eine taffe Frau zu sein, die nicht so schnell die Nerven weg warf. Also versuchte ich etwas und hoffte auf Erfolg.
Ich schrieb eine harmlose Bestellbestätigung und fügte hinzu: __ Bestellung erhalten. Bitte versuchen sie so viel als möglich heraus zu finden. Ich werde versuchen mich über das Computer Netzwerk in den Raum zu hacken. Nur solange dieses Programm irgendwo aktiv ist kann man versuchen etwas näheres heraus zu finden. Sollte es aber kritisch werden, beantworten sie diese Nachricht mit einem Storno der Bestellung. Dann weiß ich Bescheid und hole sie da raus.__

Vielleicht gelang es uns so, mehr über das Virus zu erfahren.
“Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.”

Tecumseh, Häuptling der Shawnee
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