NH - Crewman Recruit V. Lionel - Med - Log 10 - SD: 21177.0152

Begleitschiff: USS Prophecy NCC - 202012 - Intrepid - Refit Class
Inter.SL: FCpt.Kami - stellv. SL: VAdm. Michaela Quinn

Moderatoren: Chakoty, Oberkommando

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Verena Lionel
Beiträge: 20
Registriert: Mi 16. Okt 2019, 07:34

Mo 9. Mär 2020, 01:34

Wörter: 962
Personen: Inola Deren, Tusnelda Maria Rattinger, Scarlet Turner (erwähnt)
NPC: Sarah Summers, Adrian & Mutter


=/\= Sekundäre Krankenstation (13:00 Uhr) =/\=

Seit Inola die Krankenstation hier leitete hatte ich endlich eine eigene Aufgabe – Die Kinderabteilung. Natürlich neben der regelmäßigen Reha von Mrs. Wellington. So langsam gewöhnte ich mich wieder richtig an den Tagesablauf, obwohl dieser immer öfter gestört wurde durch die letzten Zwischenfälle. Ich war froh, dass ich für mein Können wertgeschätzt und respektiert wurde. Das war mehr als mir im Hauptquartier der Sternenflotte entgegen gebracht wurde. Immerhin war ich derzeit offiziell nur Krankenschwester. Was mit Admiral Scarlett Turner geschehen war hatte ich nur nebenher mitbekommen und sie tat mir sehr leid. Ich wusste nur zu gut wie ihre Lage war. Als ich Inola mit Commander Rattinger sprechen sah hielt ich inne. Ihre Hilfe kam gerade recht, auch wenn sie uns zuvor mit ihrer Kritik das Leben schwer machen wollte. „Inola...? Könnte ich dich nachher kurz sprechen? Unter vier Augen... Es geht um Admiral Turner...“, sprach ich. Es erforderte einiges an Mut von mir, denn die Art auf der ich vielleicht helfen konnte war... vorsichtig ausgedrückt unkonventionell. Jedoch musste ich erst einmal zu den vier kleinen die ich betreute.

„Hey.“, sprach ich sanft zu dem kleinen Mädchen im Bett und setzte mich zu ihr. „Tut es noch weh...?“ Die kleine nickte nur stumm. Seit sie hier war sprach sie kein Wort. Natürlich wusste ich, dass ihr Name Sarah Summers war, doch sie stand noch immer unter Schock. „Das ist schön zu hören.“, sprach ich und sah ihr in das kleine Gesicht. Unwillkürlich erinnerte sie mich an Mina als ich sie bekam. Damals sah ich noch... wenig menschlich aus. Mina hatte etwas Angst vor mir gehabt, doch sie war so hilflos und zerbrechlich gewesen, dass sie meine Menschlichkeit geweckt hatte. Während ich an mein liebstes Fellknäul auf Beinchen dachte fühlte ich wie mich eine kleine Hand berührte. Ich kam ihr ein wenig mit dem Gesicht entgegen. Die kleine zögerte kurz ehe sie die Überreste meines Borg-Okularimplantates mit hohem Interesse betastete und die kleinen, feinen Narben in meinem Gesicht betrachtete. Man sah sie tatsächlich nur vom nahen, denn sie waren sehr blass. „Was ist das?“, fragte die kleine. Ich wurde stutzig. Seit gestern kam kein Laut von ihren Lippen und das war ihre erste Frage... Doch wie sollte ich dies einem Kind beantworten? Ich musste tatsächlich überlegen. Ich konnte doch schlecht sagen, dass die Borg mir mein Auge entfernt und durch ein kybernetisches Borgimplantat ersetzt hatten wovon dies ein überbleibsel war. „Ich... habe mir vor einigen Jahren sehr am Auge weh getan. Das wurde mir eingesetzt, damit ich wieder so gut wie du sehen kann.“, sprach ich und lächelte. Es war natürlich eine groß geschmückte Halbwahrheit, immerhin trug ich ein künstliches Auge. „Tut das weh?“, fragte sie weiter. Ich schüttelte den Kopf. „Nicht mehr. Es stört nur manchmal.“ Als eine erwachsene Frau hereingestürmt kam stand ich auf und stellte mich ihr in den Weg. „Ich nehme meinen Adrian mit.“, wetterte sie und versuchte sich an mir vorbei zu schieben. „Moment. Ihr Sohn hat eine Infektion die er auskurieren muss.“, sprach ich freundlich aber bestimmt. „Aber nicht unter der Aufsicht einer Drohne! Hinterher assimilieren sie ihn noch!!“ Ich war fassungslos. Es gab immer noch viele mit dieser verbohrten Einstellung. Aus dem Augenwinkel sah ich wie Sarah Angst bekam. „Beruhigen Sie sich erst einmal. Zuerst einmal bin ich in erster Linie Offizier der Sternenflotte und Ärztin. Ich arbeite hier als Krankenschwester und nehme meine Pflicht den Kindern gegenüber sehr ernst.“, sprach ich und musste meinen Puls selbst wieder etwas herunter fahren. „Sie können gerne nach Adrian sehen, doch ich werde ihn hier behalten bis er wieder Gesund ist. Sie können mir glauben, wenn ich Ihnen sage, dass ich ein Mensch bin. Ich kümmere mich gut um Ihren Sohn. Wenn Sie bedenken haben, können Sie sich gerne an meine Vorgesetzte wenden.“ Ich musste mich wirklich zwingen keinen Gefühlsausbruch zu erleiden oder die Frau persönlich anzugehen, denn ersteres wäre mir sehr unangenehm und das zweite schädlich für meine Arbeit. Die Frau stapfte zu ihrem Sohn und sprach mit ihm. Ich ahnte worum es ging, wollte aber nichts dazu sagen. Ich sah zu Sarah, welche mich immer noch entgeistert ansah. „Es ist alles gut. Ruh dich aus. Vielleicht erzähle ich dir nachher von meinem kleinen Liebling. Mir kam zu Ohren, dass du deinen Kater Louis vermisst.“ Sarah nickte. „Kann Mama ihn mir mitbringen?“, fragte die kleine. Ich sah ihr in die Augen und schüttelte den Kopf. „Tut mir leid... Tiere sind hier nicht erlaubt. Du siehst ihn aber bald wieder.“


=/\= Sekundäre Krankenstation (15:00 Uhr) =/\=

Vorerst waren die Kinder versorgt. Ich würde mich nachher noch um Adrian kümmern, doch gerade schien Inola etwas Zeit zu haben. Ich klopfte bevor ich in das Büro ging. „Ich... habe gehört Admiral Turner wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt aufgrund ihrer Schädelverletzungen. Nun... als ich gerettet wurde lag ich in den Trümmern des Kubus auf dem ich gelebt hatte... mit ebenfalls sehr starken Schädelverletzungen und defekten Implantaten. Ich war technisch gesehen so gut wie tot... Wie dem auch sei. Ich verfüge immer noch über eine große Menge Nanosonden. Mit ihnen könnte man die Schäden reparieren wenn sie entsprechend modifiziert werden. Ich wäre bereit einige für diesen Zweck zu spenden. Es gibt in den Datenbanken Informationen über derartige Behandlungsmethoden.“ Ich musste schlucken. Ich sprach nicht gern darüber, dass ich eine Borg gewesen war.


=/\= Sekundäre Krankenstation, Sicherheitsraum (18:00 Uhr) =/\=

Meine regulären Pflichten auf der Krankenstation hatte ich für heute erledigt und eigentlich hatte ich auch jetzt Dienstfrei, doch ich entschloss mich noch eine Stunde unserer... „Aushilfsmedizinerin“ zu helfen, wenn man es so nennen konnte. Danach konnte ich vielleicht noch nach Admiral Turners Lieblingen sehen. So ging ich zu den Räumlichkeiten die Commander Rattinger bekommen hatte. Vielleicht konnte ich sie auch so besser kennen lernen. „Commander Rattinger? Ich bin Crewman Lionel. Ich wollte mal nach Ihnen sehen und vielleicht noch ein wenig helfen, wenn Sie mögen.
Crewman Recruit Verena Lionel | Nine of Twenty-One
Krankenschwester der Sekundären Krankenstation Starbase G-001 New Hope

Melinda Montgomery
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