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Begleitschiff: USS Prophecy NCC - 202012 - Intrepid - Refit Class
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Andrass
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Di 21. Apr 2020, 11:36

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Beteiligte Personen: Ian Marley, John McAran, PO3rd Gerry McKenly

Titel: Der Duft der Einsamkeit

Wörter: 830

_.o.O Promenadendeck, Beauty Salon La Vie est Belle O.o._

Unruhig wartete ich auf einem Stuhl, auf den ich gebeten worden war auf meine Behandlung. Mr. Marley war wieder verschwunden um sich „vorzubereiten“ wie er gesagt hatte. Nur ein kleiner Tisch mit Snaxcks war mein Begleiter geblieben. Ich konnte mir nicht vorstellen was so lange dauern würde sich vorzubereiten.
Gedankenverloren knabberte ich an einem Konfekt was in einer Schale auf diesem Tisch lag. Es schmeckte sanft nach Rosen und duftete unglaublich gut. So leicht nach terranischen Rosen. Sicherlich konnte ich es mir auch gut als Haarpflegemittel vorstellen, aber mit Essen wird auf Melmac nicht gespielt. Ich genehmigte mir ein weiteres Stück welches mehr nach Kaffee schmeckte-. Ich mußte Mr. Marley echt mal fragen wo er diese Delikatessen her hatte. Ich würde zu gern seinen Lieferanten nach weiteren Geschmacksrichtungen befragen.

„Entschuldige…“ Ian betrat den Raum, eine Schürze hinter seinem Rücken zu bindend. Bei meinem Anblick huscht ein Schatten von Unglauben über sein Gesicht. Der Mund klappte einmal auf und zu, dann hatte er sich gefangen und konnte ganz normal weiterreden. Garantiert hatte meine ramponierte Erscheinung ihre Wirkung getan. „ich werde mich sofort um deine Belange kümmern.“

„Natürlich mein Lieber. Lass dich einfach nicht stressen Eben null Probleme“ säuselte ich ihm zu und legte entspannt meinen Kopf in den Nacken um die Deckenleuchte anzustrahlen. Das Licht hatte einen rosigen Ton. Das Toffee schmeckte nach Rosen. Alles wirkte so rosig schön.

„Ei was haben wir denn da“, murmelte Ian leise vor sich hin und begutachtete meine Pfote.

„Ein Arbeitsunfall“, murmelte ich kleinlaut. Solange hatte ich es eingehalten mich nicht einzusauen und dann war da dieser dumme kleine Unfall gewesen, berichtete ich ihm. „Mein Fell war danach ganz zerzaust“, schniefte ich und fühlte wie sich meine Augen mit Tränen füllten. Mit einem „Aha“ und einem M2hm“ begleitete mich Ian durch meine Erzählung.

„Das Leben ist so grausam zu mir“, schniefte ich weiter und genehmigte mir einen Schluck aus der kleinen Flasche die Ian gerade auf den Tisch gestellt hatte. „Hach das ist alles so delikat hier“ machte ich und ließ einen weiteren köstlichen Tropfen des Öles meine Zunge hinuntergleiten. „Das ist eigentlich nicht zum Trinken da“ meine Ian nur und nahm mir die Flasche ab. Warf einen Blick auf den stark reduzierten Inhalt und seufzte lautstark. „Escht? Das ist doch ein deliziöses Tröpfchen. Ich muss diesen Ort wirklisch meinen Kumpels empfehlen. Isch kann dir sagen das ischt ein lustiges Völkschen.“ Ich richtete mich schwankend auf und gab ihm einen satten Klaps mit meiner Pfote auf die Schulter. Er ging vor Überraschung aufkeuchend in die Knie.

„Isch masche diesch berühmt mein Fleund. La belle vie, la belle vie. Ein treffender Namen für diesches Etablischment.“ Ich schwang mich enthusiastisch vom Stuhl nachdem Ian mich freigegeben hatte. „Die Reschnung schickst du bitte an…“ Das Lokal fing an sich zu drehen. Der Wein war wirklich exquisit. Seid Urzeiten war ich schon nicht mehr betrunken gewesen.

„Ach du weischt schon. Es tut mir escht leid dich jetzt schon verlassen su müssen. Mir kommen grad wieder die Tränen. Wo ist denn, ach ja, da.“ Ich schnäuzte meine Nase lautstark mit dem ersten Stück Seidenstoff der hier herumhing und verließ langsam den Laden.

„Bitte beehren Sie uns bald wieder“ meinte Ian noch und aus dem Hintergrund hörte ich dann einen Grummelnden Zusatz „aber nicht so schnell.“ Ian flüsterte seinen Leuten Beruhigungen zu. Ich konnte leider nur wenig verstehen. Wortfetzen von „ruiniert, unersetzbares vernichtet, graue Haare, Katastrophe“ erreichten knapp noch meine Ohren. Aber das damit konnte ich nicht gemeint sein. Ich winkte und ging zum nächsten Laden, denn ich wollte eine Kleinigkeit zu mir nehmen. Das Lokal Far Oasis lag auf dem Weg und ich beschloss mich beim Kellner anzumelden.

_.o.O Promenadendeck, Far Oasis O.o._

Ich suchte mir einen freien Tisch und ließ mich nieder um die Speisekarte zu studieren. In meiner Gegenwart leerte sich das Lokal zusehends, anscheinend hatten die Leute hier keinen Appetit mehr. Der Kellner näherte sich mit verkniffenem Gesicht.

„Guten Tag. Sie wünschen?“

„Guten Tag. Isch hätte gern ein Rahmsüppschen vom Edelfisch mit frischen Kräutern und daschu einen leichten weißschen Rieschling. Alsch Nachtisch nehme isch idranianischen Pudding. Aber bitte nur ein kleines Schälchen. Ich muss auf meine schlanke Linie achten."

Der Kellner nickte und rannte davon. Es war mir gleich. Hauptsache ich bekam etwas zu futtern. Von meinem freien Platz aus betrachtete ich das Lokal. Es war wirklich ein sehr schöner Ort. So schön ruhig und abgelegen. Ich sollte, wenn der Küchenchef gut war, dem laden meine Empfehlung aussprechen und meinen Freunden nach dem Besuch bei Ian auch diesen Laden empfehlen.

Ein Räuspern das verdächtig nach einem Husten klang riss mich aus meinen Gedanken. Das war bestimmt das Essen. Das ging aber fix. Ich wandte mich um und schaute in die tränenden Augen eines Sicherheitsoffiziers.

„Kann isch Ihnen helfen Monsieur?“

tbc

(NRPG: Skip ist überaus kräftig parfümiert und zog eine Duftspur von Ian Marley bis zu John McAran. Natürlich nimmt jeder der will den Geruch anders war :) )
Nichts ist wie es scheint, nichts bleibt für die Ewigkeit.

Lt Andrass Her'De'R - der bissige Techniker
Cr Skip - Der Fluch der Wissenschaft
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