NH - Lt Mitchell Montgomery - Tech - RPG02 Log 07 – SD: 21289.1922

Begleitschiff: USS Prophecy NCC - 202012 - Intrepid - Refit Class
Inter.SL: FCpt.Kami - stellv. SL: VAdm. Michaela Quinn

Moderatoren: Chakoty, Oberkommando

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Ty Johnson
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Mo 29. Jun 2020, 18:14

NH - Lt Mitchell Montgomery - Tech - RPG02 Log 07 – SD: 21289.1922


Erwähnte Personen:

Direkt: LT CMDR Christine Baumgartner
Indirekt: ENS Harok, , CPT Riana Seymore
NPCs: Lieutenant Adam McDouglas, Ensign Katherina Nakiri

Wortzahl: 1195

Thema: The Prophecy Diaries Part Seven: Sleep is for the Weak

____: USS Prophecy Deck 6 Holodeck :___

Nach meinem Zusammentreffen mit Captain Seymore war ich mir unsicher was für einen Eindruck ich auf den Captain gemacht hatte. Sie weder abweisend gewesen noch erschien Sie mir übermäßig freundlich. Hatte ich Sie vielleicht auf dem falschen Fuß erwischt. Hätte Sie es vorgezogen, wenn ich die Inspektion der Brückenkonsole zunächst beim XO anmeldete? Da fiel mir ein so kurz vor dem Start hatten die Abteilungsleiter immer noch keine Information erhalten wer der Stellvertreter von Captain Seymore sein würde. Kein XO bedeutet auch keine Meldung an einen solchen. Also hätte ich es vielleicht direkt bei ihr, der höchsten Autorität auf diesem Schiff, anmelden sollen. Das war die große Frage: Was für eine Art Kommandantin war Captain Riana Seymore. Letzten Endes spielte es keine große Rolle wie gut sie war. Sie war der Captain und damit lag unser aller Schicksal in ihrer Hand. Wobei das natürlich bei einer so trivialen Mission wie dem Ausliefern von Frachtgütern kaum zum Tragen kommen würde.
„Computer aktivere Programm Montgomery Tango Alpha Sieben.“ Das vertraute bestätigende Piepen erklang und das Gittermuster des Holodecks verschwand. Ein schwacher Wind zog auf und ich war auf dem Schießstand meiner Jugend ein paar Meilen außerhalb von Glasgow. Es war angenehm kühl, die Sonne schien und sofort war ich ergriffen von Nostalgie. Ich dachte zurück an den Tag als mein Vater mich das erste Mal hierhin mitgenommen hatte um mir den Umgang mit antiken Schusswaffen beizubringen. Doch heute würde ich keine Pulvergetrieben Kugeln abfeuern. Ich öffnete den Waffenschrank neben meiner Bahn und entnahm einen Standard Handphaser und ein Phasergewehr. Ich betrat den Schießstand und aktivierte die Ziele für den Handphaser. Nach mehreren Durchgängen hatte ich den gröbsten Rost abgeschüttelt und näherte mich meiner Zielmarke von 98% Treffergenauigkeit, auch wenn Lieutenant McDouglas, der Kommandant des Schützenteams der Sternenflottenakademie mir wohl eine gehörige Standpauke für meine Trefferbilder gehalten hätte. Nach etwa einer halben Stunde war ich zufrieden und wechselte auf das Phasergewehr. Schon an der Akademie war ich einer der wenigen Kadetten gewesen, die sich für Waffentechnik interessierten und keine Ambitionen hatten eine Karriere in der Sicherheitsabteilung anzustreben. Zunächst war ich als Techniker für eines der Schützenteams eingesetzt bis der Lieutenant erkannte, dass ich mit den meisten in meinem Team problemlos mithalten konnte. So bildete er mich neben der Spezialisierung für Waffentechnik auch als Schütze aus.
Eine weitere halbe Stunde später war ich auch zufrieden mit den Ergebnissen die ich mit dem Phasergewehr im Stehen, im Knien und im Liegen erreichte. Ich beendete das Holoprogramm. Mein Magen knurrte, also machte ich mich auf den Weg ins Offiziercasino.

___: USS Prophecy Deck 2 Offizierscasino :___

Auf dem Weg zum Casino herrschte geschäftiges Treiben an Bord der Prophecy. Alle arbeiteten unter Hochdruck daran den Abflug der Prophecy und die dazugehörige Mission vorzubereiten. Ich ging zu einem der Replikatoren und wählte mein Essen aus. Mit einem Surren entstand ein Caesar Salad, ein Steak, medium rare, mit Bratkartoffeln, Kräuterbutter und Brokkoli, sowie eine kleine Portion Mousse au Cappucino, einer Mousse au chocolate mit Kaffee. Ich setzte mich an einen der leeren Tische und widmete mich meinem Essen. Als ich den Blick durch das Casino schweifen ließ betrat Sie den Raum. Ensign Katherina Nakiri. Kate und ich waren gemeinsam an Bord der New Hope angekommen. Sie war genau mein Typ: lange dunkle Haare, eine schlanke Figur, ein überragender Intellekt und ein durchtriebener Humor. Die Tage während des Transports hatten wir uns blendend verstanden, doch bei der ganzen Arbeit vor dem Audit und dem Komplikationen während des Audits hatten wir uns aus den Augen verloren. Ich überlegte kurz, Sie war allein. Vielleicht sollte ich Sie bitten sich zu mir zu setzen. Immerhin hatte ich schon ein paar Mal mit dem Gedanken gespielt sie um ein Date zu bitten. Da sie Teil der wissenschaftlichen Abteilung war gehörten wir unterschiedlichen Kommandostrukturen an. Und sie war Offizier, daher galt auch das Fraternisierungsverbot mit niederen Rängen nicht. Ich war zu einer Entscheidung gekommen: ich würde sie fragen. Als ich mich gerade erheben wollte geschah es: „Hallo Lieutenant. Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ verwirrte blickte ich herum. Vor mir Stand Lieutenant Commander Baumgartner. Ich hatte sie vollkommen übersehen. Perfektes Timing… ich konnte meiner Chefin schlecht sagen, dass ich gerade keine Zeit für sie hatte weil hinter einer Wissenschaftlerin her war. „Ähm, ja natürlich Commander setzen Sie sich.“ Antwortete ich ihr. „Vielen Dank.“ Sie setze sich. „Sie haben gute Arbeit geleistet, Mitch. Wir sind vor allen anderen Abteilungen mit den Vorbereitungen fertig geworden, obwohl wir einige kleine Rückschläge hatten.“ – „Sie meinen obwohl wir Ensign Harok an Bord haben?“ Sie lachte und schüttelte den Kopf „Das habe ich nicht gesagt. Und Sie sollten das auch nicht tun. Immerhin sind Sie jetzt Führungsoffizier und jedes Versagen eines Untergebenen fällt auf uns beide zurück.“ So hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Trotzdem war es eine Tatsache, dass Ensign Harok quasi im Alleingang für die Probleme verantwortlich war. Naja für alle außer den Problemen beim Antriebstest. Und er hatte es geschafft aus seinem Transportschiff auszusteigen und keine 12 Stunden später den ersten Mist zu bauen. „Sie haben Recht, Commander. Trotzdem haben wir alles in allem gute Arbeit geleistet. Wobei wir bei einem Alarmstart mächtige Probleme bekommen hätten.“ – „Mitch, das hier ist keine Dienstbesprechung und es ist sonst auch niemand anwesend. Nennen Sie mich doch bitte Christine.“ Ich stutzte. Keiner meiner bisherigen Vorgesetzen hatten mir angeboten, sie beim Vornamen anzusprechen. „Wir werden in den kommenden Tagen viel zusammen arbeiten und da ist dieses ständige Lieutenant hier Commander da zu zeitintensiv. Ich finde so können wir besser und effizienter arbeiten.“ – „Wie Sie wünschen… Christine.“ Kam ich ihrer Bitte nach. „Da wir gerade von Harok sprechen. Haben Sie schon vom Captain gehört?“ – „Der Captain hat viel zu tun, Mitch. Sie überlässt mir das weitere Vorgehen. Ich habe Harok bereits zu einem Gespräch gebeten. Morgen werde ich mit ihm reden.“ – „Gut, vielleicht beruhigt er sich dann und lernt im Team zu arbeiten. Ich könnte wetten Commander Hogan hat ihn uns mit Absicht zugeteilt. Aus den Augen aus dem Sinn. Immerhin hatte er ja vorab die Personalakte da musste ihm bewusst gewesen sein, dass es Probleme geben würde.“ – „Der Meinung bin ich auch. Aber Commander Hogan wird schon seine Gründe haben.“ – „Ja die hat er wohl.“ Kurz darauf beendeten wir unsere Mahlzeit. Ich blickte mich ein letztes Mal um, doch Ensign Nakiri war nirgendwo mehr zu sehen. Naja es würde sich schon noch eine Gelegenheit bieten bei der ich sie um eine Verabredung bitten konnte. Immerhin standen uns einige entspannte Tage im Weltall bevor, bevor wir die Prophecy entladen würden und zurück zur Station fliegen würden.

TBC
Lieutenant Mitchell Montgomery - Kaffeefetischist der Starbase New Hope
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