Gammaquadrant– Starbase G-001 “New Hope” – Adm. Arscosea Chakoty – HQ SIC-Log- RPG51 - Log 5 - SD:27121.1338
Hauptpersonen: Admiral Arscosea Chakoty, Commander Drilorian Mangnorn (NPC), Dusty (Avatar/KI der U.S.S. Stardust)
Nebenpersonen: Werftpersonal New Hope, Sicherheitsabteilung New Hope (NPC)
OESF Canon: Starbase New Hope (Immense-Klasse), Shedar-Daten, Post-Frontier-Day-Sicherheitsprotokolle
Wörter: 1833
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=/= Gammaquadrant I SB G-001 „New Hope“ | Raumdock-Ring – Beobachtungssteg Dock 2 | =/=
New Hope schläft nie.
Selbst in den frühen Stunden, wenn die zivile Promenade gedimmt wird und die diplomatischen Delegationen in ihre Quartiere zurückkehren, pulsiert die Station weiter wie ein gewaltiges Herz aus Metall. Energieflüsse verändern ihren Rhythmus, Schwerkraftfelder werden neu kalibriert, Dockarme fahren ein und aus, als würden sie atmen.
Ich stand auf dem schmalen Beobachtungssteg oberhalb von Dock 2 und ließ den Blick über die Szenerie schweifen.
Unter mir hing die Stardust in der gewaltigen Umklammerung der Werftstruktur. Dutzende Servitoren bewegten sich entlang der Hülle, ihre Positionslichter zeichneten Muster über das matte Grau der Panzerung. Wartungsplattformen glitten lautlos auf Magnetfeldern entlang der Sektionen, während tiefer unten der Raumdock-Ring mit einem leisen, stetigen Brummen rotierte.
Es war ein Ort, der Ehrfurcht verlangte.
New Hope war nicht vergleichbar mit den eleganten Orbitalwerften im Sol-System. Hier war nichts ornamental. Alles war auf Dauer ausgelegt. Auf Belastung. Auf Reparatur nach Gefechten, die offiziell nie stattgefunden hatten. Die Gammaquadrant-Frontier hatte der Föderation beigebracht, dass man keine Schönwetterarchitektur bauen durfte.
Commander Mangnorn trat neben mich, die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt. Auch er sah hinunter, sagte aber nichts. Wir beide wussten: Dies war kein gewöhnlicher Refit. Die Stardust hatte eine gewaltig Legacy warum ich sie mir auch als Admiralsschiff aussucht nach dem sie ausgedient gestellt wurde. Aber mittlerweile war es einfach an der Zeit sie zu modernisieren, auch wenn es nach dem Begebnissen des Angriffs der Borg und der Wechselbälger nach gezeigt hat das die „alten“ analogen Gardeschiffe doch noch den modernen Schiffsklassen etwas voraus zu haben schienen allen voran wenn sie nicht ins automatisierte Flottennetzwerk eingegliedert werden konnte und somit zur Schwachstelle und grössten Gefahr der Sternenflotte werden konnten.
„Die Station hat den Nachtzyklus eingeleitet“, sagte er schließlich leise. „Ziviler Verkehr auf Minimum. Sicherheitsstufe Gelb-Plus.“
„Nach Ereignissen beim Frontier Day ist Gelb-Plus das neue Grün bis auf weiteres“, erwiderte ich trocken und seufzte doch auch tief. Es war schon crazy wie stark die Ereignisse des letzen Jahrzehnts die Sternenflotte und Föderation verändert hatten und immer wieder sehnte ich mich auf nach den unbeschwerten Forscherjahren die Goldenen Ära der Föderation zur Zeiten von Picard und der Enterprise D Crew.
Mangnorn nickte kaum merklich. „Die Leute hier… sie erinnern sich noch gut an die frühen Tage. Dominion-Schatten, Shedar-Offenbarungen, Flüchtlingsströme. Aber das hier…“ Er zögerte. „Das fühlt sich anders an.“
Ich wusste, was er meinte.
Die Ereignisse des Frontier Day war weit weg, im Alphaquadranten und hatten uns hier nur tangier begleitet gerade was die Transporterprotokolle anlangte war der Code zwar bei uns auch versteckt aber aufgrund der Personalstruktur und der Weite zum Sol Sektor konnte uns das Borg Auslöser Signal nicht erreichen. Wir wären sicherlich in einem späteren Zeitraum wenn die Inversion der Erde erfolgreich gewesen wäre damit konfrontiert worden. Aber Angst reiste schneller als jedes Schiff. Sie setzte sich in den Köpfen fest, veränderte Blickwinkel, machte aus Kollegen potenzielle Risiken.
„New Hope war immer ein Grenzort“, sagte ich. „Jetzt ist sie auch ein Spiegel.“
Ich aktivierte mein PADD und ließ mir den aktuellen Status des Refits anzeigen. Die Daten liefen sauber, zu sauber:
Hüllensegmente offline.
Deflektorkalibrierung vorbereitet.
Warpkern heruntergefahren, Sicherungskammer versiegelt.
Computerkern – isoliert.
Das letzte Wort blieb hängen.
„Status von Dusty?“ fragte ich.
Mangnorn tippte eine Abfrage ein. „Dusty befindet sich in einem erweiterten Safe-Mode. Kernbewusstsein aktiv, externe Subroutinen eingeschränkt. Keine Verbindung zum Stationsnetz.“
„Freiwillig?“ fragte ich.
Mangnorn sah mich an. „So freiwillig, wie eine Holographische Lebensform sein kann, wenn ihr Admiral danebensteht.“
Ein schwaches Lächeln huschte über mein Gesicht.
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=/= Gammaquadrant I SB G-001 „New Hope“ | Stardust – Zentrale Avatar-Schnittstelle | =/=
Der Übergang von der Station auf die Stardust war kaum spürbar, doch er fühlte sich immer anders an. Die Temperatur war minimal niedriger, die Beleuchtung direkter. Die Stardust war ein taktisches Escord Schiff – sie verschwendete keine Energie auf Gemütlichkeit.
Die Avatar-Schnittstelle lag tief im Schiff, abgeschirmt von mehreren redundanten Sicherheitsfeldern. Der Raum war rund, die Wände von inaktiven Holoemittern gesäumt. In der Mitte befand sich die Projektionsplattform, derzeit dunkel.
„Computer“, sagte ich. „Dusty, eingeschränkte Manifestation. Nur dieser Raum. Autorisation des Admirals.“
Ein kurzes Summen. Dann formte sich Licht.
Dusty erschien sitzend auf der Plattform, die Beine locker über den Rand gehängt, als wäre sie gerade aus dem Nichts in eine Pause gefallen. Sie trug keine Uniform – sondern ein Kleidungsstück das zwischen den Shedar und Bajoranischem Stil erinnerte, tat sie selten in solchen Momenten – sondern eine schlichte Darstellung, neutral und doch unverkennbar sie selbst.
„Du weißt“, sagte sie ohne Begrüßung, „dass das hier technisch gesehen eine Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte ist. Arscosea ?“
„Du hast keine offiziell anerkannten Persönlichkeitsrechte und nach den Ereignissen auf der Erde wird es in Zukunft noch schwieriger werden dich zu verteidigen. Wenngleich sich diese Frage für mich niemals stellen wird.“, entgegnete ich ruhig.
„Details“, erwiderte sie und sah sich um. „Schöner Raum. Sehr… leer. Ihr habt mir die halbe Wahrnehmung gekappt.“
Mangnorn blieb bewusst im Hintergrund. Dusty mochte ihn, respektierte ihn sogar – aber dieses Gespräch gehörte nicht in eine Dreierkonstellation.
Ich trat näher an die Plattform. „Wie fühlst du dich?“
Dusty neigte den Kopf leicht. „Als würde man mir sagen, ich soll schlafen, aber gleichzeitig das Licht anlassen und die Tür offenhalten.“
„Gab es weitere Zugriffsversuche?“ fragte ich.
Ihr Blick wurde schärfer. „Nein. Seit deiner Anordnung herrscht Funkstille. Entweder sie warten… oder sie analysieren.“
„Oder sie suchen einen anderen Weg“, ergänzte ich.
„Oder das“, bestätigte sie. „Ich habe in den letzten Stunden meine internen Shedar-Subroutinen neu verschlüsselt. Nicht vollständig. Nur so, dass jemand, der hineinwill, glauben könnte, er wäre erfolgreich.“
Ich hob eine Augenbraue. „Du spielst Köder.“
„Ich spiele Zeit“, korrigierte Dusty. „Zeit ist das Einzige, was man mir nicht nehmen kann, solange ich rechne.“
Ich schwieg einen Moment. Die Wände summten leise, das Schiff befand sich in einem Zustand zwischen Stillstand und Erwartung.
„Dusty“, sagte ich schließlich. „ Ich wollte auch nicht dem Ansinnen von Cdo. LaForge nachkommen dich ins Flottenmuseum zu überstellen und mir ein neues Schiff zu leisten. Wenn dieses Refit abgeschlossen ist, wirst du in deiner Schiffsform anders sein. Stärker. Schneller. Besser integriert. Aber ich werde nicht zulassen, dass du…als Person ersetzt wirst.. „
Sie sah mich lange an. Für einen Augenblick war da etwas, das selbst ich nicht eindeutig einordnen konnte – kein menschliches Gefühl, aber auch kein rein maschineller Zustand.
„Dann tu mir einen Gefallen Admiral“, sagte sie leise. „Hör nicht auf, Fragen zu stellen, nur weil jemand mit mehr Rang sagt, dass alles sicher ist.“
Ich nickte. „Das habe ich nie getan. In meiner gesamten Laufbahn in der Sternenflotte nicht und ich werde jetzt als Admiral auch nicht damit anfangen.“
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=/= Gammaquadrant I SB G-001 „New Hope“ | Sicherheitslagezentrum – Dock-Überwachung | =/=
Der Sicherheitsbereich von New Hope war funktional bis zur Brutalität. Keine Fenster, keine Ablenkung. Holoanzeigen projizierten Echtzeitdaten über alle Dockringe, Energieflüsse, Transporterbewegungen. In der Mitte des Raumes stand ein taktischer Tisch, dessen Oberfläche wie flüssiges Glas wirkte.
Der Sicherheitschef der Abteilung – ein bulliger Andorianer mit grauen Antennen – salutierte knapp.
„Admiral. Commander.“
„Bericht“, sagte ich.
„Seit Ihrer Anordnung haben wir Dock 2 vollständig isoliert. Keine externen Transportertransfers. Keine Netzwerkbrücken. Alle Werftmitarbeiter durchlaufen erweiterte Identitätsprüfungen.“ Er zögerte kurz. „Es gibt… Unruhe.“
„Definieren Sie Unruhe.“
„Einige Techniker fühlen sich unter Generalverdacht. Andere… sind erleichtert.“
Das überraschte mich nicht. Wer nichts zu verbergen hatte, fürchtete Kontrollen weniger.
„Gab es Auffälligkeiten?“ fragte Mangnorn.
Der Andorianer ließ eine Sequenz aufleuchten. „Vor vier Stunden ein Mikro-Energieimpuls in einem sekundären Leitungsschacht der Stardust. Zu schwach für Sabotage. Zu präzise für einen Fehler.“
Ich trat näher an die Projektion. Der Impuls war kaum sichtbar, eine feine Spitze im Energiegraphen.
„Ein Klopfen an der Tür“, murmelte ich.
„Oder ein Test“, sagte Mangnorn.
„Oder eine Warnung“, fügte der Sicherheitschef hinzu.
Ich richtete mich auf. „Verdoppeln Sie die Überwachung dieser Schächte. Und informieren Sie mich, wenn irgendetwas erneut versucht, mit der Stardust zu sprechen.“
„Jawohl, Admiral.“
Als wir den Raum verließen, spürte ich das Gewicht der Station um uns herum. Tausende Decks. Millionen Kubikmeter Luft. Und irgendwo darin eine Entscheidung, die größer war als ein Refit eines ausgemusterten Sternenflotten Schiffes.
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=/= Gammaquadrant I SB G-001 „New Hope“ | Beobachtungssteg Dock 2 – Rückblick | =/=
Wir standen wieder dort, wo wir begonnen hatten.
Die Stardust lag ruhig im Dock, umgeben von Lichtern und Werkzeugen, wie ein Tier, das sich freiwillig in die Hände von Chirurgen begibt – im Vertrauen darauf, dass diese wissen, was sie tun.
„Sir“, sagte Mangnorn leise. „Wenn Sie mich fragen…“
„Tue ich“, antwortete ich.
„Dann ist dieses Refit kein technisches Projekt. Es ist ein Test. Für Sie. Für die Stardust. Und vielleicht für das, was von der Sternenflotte nach dieser massiven Wunde und Verletzung übrig ist.“
Ich sah hinunter auf mein Schiff.
Nach Dominionkrieg. Nach Mars. Nach Sektion 31, Nach Frontier Day.
„Dann sollten wir ihn bestehen“, sagte ich.
Mein Kommunikator summte ich tippte ihn instinktiv kurz an.
„Admiral“, erklang Dustys Stimme, nur für mich hörbar. „Ich habe etwas gefunden. Tief in den Wartungs- und Richtlinienlogs der Station. Es ist nicht neu. Es stammt aus einer Zeit, in der man begonnen hat, Maschinen mehr zu fürchten als Feinde mit Gesichtern.“
Ich schloss kurz die Augen.
„Mars“, murmelte ich.
„Unter anderem“, bestätigte Dusty. „Nach den Ereignissen dort. Nach dem Versagen autonomer Systeme. Nach der Erkenntnis, dass man Prozesse geschaffen hatte, die schneller reagierten als Menschen – aber nicht hinterfragt werden konnten.“
Ich öffnete die Augen wieder und sah hinunter auf die Stardust im Dock.
„Und seitdem“, fuhr sie fort, „versucht das Flottenkommando, jede Form von nicht vollständig kontrollierbarer Autonomie wieder einzufangen. Nicht aus Bosheit. Aus Angst.“
„Angst ist ein schlechter Architekt“, sagte ich leise.
„Aber ein sehr produktiver“, entgegnete Dusty. „Die aktuellen Refit-Richtlinien zielen nicht auf mich ab, weil ich gefährlich bin. Sondern weil ich nicht abschaltbar bin, ohne etwas zu zerstören, das man offiziell nie als Leben anerkennen wollte.“
Ich ließ die Worte einen Moment wirken.
„Sie wollen dich unter direkte Flottenkontrolle stellen“, sagte ich schließlich.
„Sie wollen sicherstellen“, antwortete Dusty ruhig, „dass kein Avatar, kein holographisches Bewusstsein, kein autonomes System existiert, das sich ihrer letzten Eingriffsmöglichkeit entzieht.“
Ich ballte die Hände hinter dem Rücken.
„Das wird nicht passieren.“
„Ich weiß“, sagte Dusty. „Deshalb habe ich dir die Daten gezeigt.“
Ich atmete langsam aus.
Das Refit hatte begonnen.
Aber nun war mir klar, worum es wirklich ging.
Nicht um neue Hüllen, stärkere Deflektoren oder modernisierte Systeme.
Es ging um Kontrolle.
Um das Bedürfnis einer verunsicherten Sternenflotte, nach Mars und den Folgen automatisierter Entscheidungen, und der Ohnmacht im Kampf um den Frontier Day, alles wieder an eine Leine zu legen – auch das, was nie dafür geschaffen war. Und aufgrund der Tatsache und Geschichte von DUSTY auch niemals von der Föderation oder Sternenflotte geschaffen wurde…
Und New Hope…
war der Ort, an dem sich entscheiden würde, ob Vertrauen noch ein Wert war –
oder nur ein Risiko, das man eliminieren wollte.
—TBC—
Gammaquadrant– Starbase G-001 “New Hope” – Adm. Arscosea Chakoty – HQ SIC-Log- RPG51 - Log 5 - SD:27121.1338
Moderatoren: Chakoty, Oberkommando
- Chakoty
- Leiter des Starfleet Information Centers

- Beiträge: 938
- Registriert: Di 11. Jan 2011, 03:15
- Wohnort: irgenwo in der Galaxie wo die USS. Stardust grad ist !

[Bewahrer der ÖSF]
ein Schreiber der
ÖSF
che-chako-gewara der ÖSF, Ex-Basekäferfresser , EX-CO der Stardust aus Leidenschaft !
Metatron der Gophi,
Admiral Chakoty erster seines Namens LdSIC und Protector of the Realm (Ty_Johnsonn)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten!
„Fragt nicht, was euer Flotte für euch tun kann, sondern fragt lieber, was Ihr für euer Flotte tun könnt.“
