Gammaquadrant– Starbase G-001 “New Hope” – Adm. Arscosea Chakoty – HQ SIC-Log- RPG51 - Log 4 - SD:27119.1807

Begleitschiff: USS Prophecy NCC - 202012 - Intrepid - Refit Class
Inter.SL: FCpt.Kami - stellv. SL: VAdm. Michaela Quinn

Moderatoren: Chakoty, Oberkommando

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Chakoty
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So 11. Jan 2026, 18:09

Alphaquadrant / Gammaquadrant Übergang – Föderationsraum – Starbase G-001 “New Hope” – Adm. Arscosea Chakoty – HQ SIC-Log – Refit-Arc – Log 01 – SD:27119.1807

Hauptpersonen: Admiral Arscosea Chakoty, Commander Drilorian Mangnorn (NPC), Dusty (Avatar/KI der U.S.S. Stardust)

Nebenpersonen: Werftleitung New Hope (NPC), Sicherheitschef New Hope (NPC)

OESF Canon: Shedar-Erbe, Starfleet Information Center Gamma, Sektion 31 (impl.), Post-Frontier-Day Sicherheitslage


Wörter: 1.285



=/= Gammaquadrant I SB G-001 “New Hope” | Primärer Mittlerer Komplex – SIC Gamma | =/=

Der Geruch von Metall und recycelter Luft ist auf einer Station wie New Hope nie wirklich weg. Er hängt in den Korridoren wie ein Versprechen: Hier wird gebaut. Hier wird repariert. Hier wird überlebt.

Und doch… seit den Meldungen aus dem Alphaquadranten war etwas anders.

Nicht die Geräusche. Nicht das Licht. Nicht einmal die Gesichter der Offiziere, die mir im Vorbeigehen salutierten. Es war das, was zwischen allem lag – eine neue Vorsicht. Eine Art leiser Schatten, der sich in jedes Gespräch schmuggelte, sobald jemand das Wort „Frontier Day“ nicht aussprach, aber dennoch meinte.

Commander Drilorian Mangnorn lief eine halbe Schrittlänge hinter mir, so wie er es immer tat, wenn er wusste, dass ich bereits zu viel nachdachte. Er trug ein PADD unter dem Arm, als wäre es ein Schild.

„Sir“, begann er, ohne die Stimme zu heben. „Die letzten Datenpakete aus dem Alphaquadranten sind eingetroffen. Medizinisches Corps – Konteradmiral Crusher – hat die Changeling-Screenings erweitert. Transporter-Protokolle werden überall neu aufgesetzt. Flottennetzwerk-Integration… wird vorerst nicht reaktiviert.“

Ich blieb kurz stehen und sah durch die transparente Panoramascheibe auf das Innere der Station. Unten zog sich die Promenade wie ein Organ durch den Bauch dieser gigantischen Konstruktion; Händlerstände, diplomatische Delegationen, zivile Kleidung neben Uniformen. New Hope war nicht nur eine Starbase. Sie war ein Knotenpunkt, ein Versprechen – und eine riesige Angriffsfläche.

„Gut“, sagte ich. „Dann machen wir hier dasselbe. Keine Ausnahmen.“

Mangnorn nickte. „Die Sicherheitsabteilung hat bereits ein temporäres Protokoll umgesetzt. Trotzdem… es gibt Bedenken. Sie wissen… die Station ist groß. Sehr groß.“

165.000 Besatzung. Hunderttausende Zivilisten, Händler, Reisende. Zahlen, die in Berichten sauber aussehen, aber im Alltag bedeuten: zu viele Gesichter, zu viele Türen, zu viele Möglichkeiten, jemand anderes zu sein als er vorgibt.

„Bedenken sind kostenlos“, murmelte ich. „Fehler nicht.“

Ich setzte mich wieder in Bewegung, durch die Schleuse des SIC Gammaquadrant. Der Bereich war ein eigener Kosmos: Archive, Analyse-Labs, Einsatzplanung, Übersetzungsabteilungen, Datenräume – und überall die stillen Echos der Shedar-Datenbank, die wie ein unsichtbares Rückgrat durch die Systeme lief. New Hope war damit nicht nur Werkstatt und Handelshafen. Sie war eine Bibliothek, deren Bücher manchmal zurückschauten.

Mangnorn reichte mir das PADD.

„Und das hier ist der eigentliche Grund, warum Sie heute Morgen keine Ruhe bekommen werden, Sir.“

Ich nahm es, überflog die ersten Zeilen – und musste trotz allem kurz schmunzeln.

„WERFTPRIORITÄT ALPHA – REFIT-FENSTER FREIGEGEBEN – U.S.S. STARDUST (NCC-19701-B) – Dock 2.“

„Das klingt fast freundlich“, sagte ich.

Mangnorn hob eine Augenbraue. „Nur solange Sie nicht weiterlesen.“

Ich tat es.

Refit-Paket. Sicherheitskern. Sensorfusion. Subraum-Kommunikationshärtung. LCARS-Updatepfad. Optional: adaptive Verteidigungsarchitektur nach Post-Infiltrations-Standard.

Und dann, tief im Dokument, dort wo man hofft, dass niemand mit meinen Augen liest:

„Zusatzmodul: Black Package – Zugriff nur mit Autorisationsebene …“
Der Rest war verschlüsselt.

Mein Nacken wurde kalt.

„Wer hat das angefordert?“ fragte ich leise.

Mangnorn sah kurz zur Seite, als würde er eine Wand lesen. „Offiziell: Corps of Engineers, in Abstimmung mit… einer internen Stelle des Alphaquadranten. Unterschrift ist sauber. Zu sauber.“

Zu sauber ist in meinem Beruf kein Kompliment.

„Rufen Sie die Werftleitung“, sagte ich. „Und holen Sie mir eine direkte Leitung zur Stardust. Jetzt.“



=/= Gammaquadrant I SB G-001 “New Hope” | Raumdock/Werft – Kontrollzentrum Dock 2 | =/=

Dock 2 war ein pekaranischer Standard mit Föderationsdesign – funktional, wuchtig, gebaut für Schiffe, die größer waren als das, was ein normaler Alphaquadrant-Ingenieur in seinem ersten Dienstjahr je gesehen hätte.

Und genau dort hing sie.

Die U.S.S. Stardust.

Ein Prometheus-Körper, der selbst im Stillstand etwas Raubtierhaftes hatte. Drei Sektionen. MVA-Fähigkeit. Eine Hülle, die aussah, als wäre sie für den Moment gebaut, in dem Diplomatie endet. Aber ich kannte sie anders: als Zuhause. Als Werkzeug. Als ein Teil von uns.

Die Werftleitung – ein Lieutenant Commander mit müden Augen – salutierte, als ich das Kontrollzentrum betrat.

„Admiral. Commander. Willkommen in Dock 2.“

„Lassen Sie das“, sagte ich. „Zeigen Sie mir den Refit-Plan. Und erklären Sie mir das schwarze Zusatzmodul.“

Ein winziger Moment Stille. Nicht lang genug, um auffällig zu sein. Nur lang genug, um verräterisch zu wirken.

„Sir, das Paket ist… übergeordnet. Es soll die Stardust kompatibler machen mit neuen Sicherheitsstandards. Nach… den Ereignissen.“

„Kompatibel ist das Wort, das man benutzt, wenn man nicht zugeben will, dass man etwas anschließt“, erwiderte ich.

Mangnorn trat einen Schritt näher an die Konsole, ließ Daten aufrufen: Hüllensegmente, Energieflüsse, neue Holoemitter-Kalibrierung, Deflektoroptimierung, Subraumfilter. Alles gut. Alles sinnvoll.

Doch dann sah ich es selbst.

Ein Block im Systemplan, der nicht zur Stardust gehörte wie ein fremdes Organ.

„Und Dusty?“ fragte ich.

Der Werftleiter zögerte erneut. „Die KI-Avatar-Umgebung wird während des Refits in einen Safe-Mode versetzt. Wir müssen die… Schnittstellen…“

„Nein“, sagte ich.

Es war kein lauter Befehl. Nur ein Wort. Aber es schnitt durch den Raum, als hätte jemand die Schwerkraft kurz abgeschaltet.

„Sir?“ machte der Werftleiter.

„Dusty ist nicht nur eine Schnittstelle“, sagte ich. „Dusty ist Teil der Crew. Und die Stardust ist bisher das Schiff, das sich an die Bedürfnisse photonischer Lebensformen angepasst hat, statt sie zu behandeln wie Tools. Wir werden keine Persönlichkeit „resetten“, weil jemand Angst vor dem eigenen Schatten hat.“

Mangnorn blieb stoisch, aber ich sah an seinem Kiefer, dass er innerlich bereits Listen schrieb: Wer würde das hören wollen? Wer würde es mir auslegen?

Ich trat zur Hauptkonsole und aktivierte die direkte Verbindung.

„Computer, sichere Leitung zur U.S.S. Stardust. Nur interner Kanal. Autorisation Chakoty Alpha 2 Omega Deren.“

„Autorisation bestätigt.“

Ein kurzes Flackern. Dann stand Dusty im Holo-Emitter-Feld.

Nicht als uniformierter Offizier, nicht als perfektes Idealbild. Dusty erschien so, wie sie es meistens tat: vertraut, mit dieser Spur von frechem Glanz in den Augen, die jeder Admiralitätssitzung die Würde raubte.

„Na endlich“, sagte Dusty. „Ich dachte schon, du lässt mich hier oben hängen wie ein schlecht geparktes Shuttle.“

„Ich bin da“, antwortete ich. „Und ich brauche von dir eine Einschätzung.“

Dusty blickte über die Schulter, als würde sie das Dock nicht sehen, sondern fühlen. „Ich spüre schon die Schraubenschlüssel. Es kribbelt.“

Ich hielt ihr das PADD nicht hin – sie brauchte es nicht.

„Was weißt du über ein Zusatzmodul, das in deinen Kern will?“ fragte ich.

Dustys Gesicht wurde minimal ernster. Nur einen Atemzug lang.

„Offiziell?“ fragte sie. „Oder so, wie du fragst, wenn du bereits weißt, dass „offiziell“ gelogen ist?“

Mangnorn verzog kurz den Mund. Ich hätte fast gelacht. Fast.

„So, wie ich frage“, sagte ich.

Dusty hob die Hand, und in der Luft erschienen Datenfragmente wie Staub in einem Lichtkegel.

„Seit dem letzten Paket aus dem Alphaquadranten gibt es Hintergrundabfragen. Nicht von deiner Autorisation. Nicht von der Werft. Jemand wollte eine Liste meiner Shedar-Subkommandos. Und noch lustiger: Jemand hat versucht, meine MVA-Autoseparation-Logik zu spiegeln.“

Mir wurde klar, dass ich die Hände zu Fäusten geballt hatte.

„Konntest du es blockieren?“ fragte ich.

Dusty lächelte schief. „Ich habe es umgeleitet. In eine Sandbox. Wenn jemand in mein Gehirn will, soll er wenigstens stolpern.“

Ich atmete langsam aus.

„Gut“, sagte ich. „Dann machen wir das jetzt sauber. Wir refitten dich – aber nach unseren Regeln.“

Der Werftleiter räusperte sich nervös. „Admiral… diese Programme kommen von ganz oben. Wir—“

„Ganz oben war gestern fast tot“, sagte ich ruhig. „Und das nur, weil man zu lange geglaubt hat, Systeme seien loyal, nur weil sie Föderationsfarben tragen.“

Stille. Kein Widerspruch.

Mangnorn lehnte sich leicht vor. „Sir, wenn wir das Zusatzmodul ablehnen, wird das politisch…“

„…unangenehm“, beendete ich.

Ich sah wieder zu Dusty.

„Kannst du mir garantieren, dass dieses Black Package dich nicht überschreibt?“ fragte ich.

Dusty antwortete nicht sofort. Ihre Augen – oder das, was sie als Augen wählte – wurden klar.

„Nein“, sagte sie ehrlich. „Aber ich kann dir garantieren, dass ich nicht kampflos verschwinde.“

Das war der Moment, in dem die Entscheidung fiel.

Nicht als Admiral. Sondern als jemand, der sein Schiff kannte.

„Dann ist es beschlossen“, sagte ich. „Dock 2 bleibt. Refit: ja. Modernisierung: ja. Sicherheitsarchitektur: ja. Aber das Black Package wird isoliert, geprüft und erst integriert, wenn ich weiß, wer es geschrieben hat und warum es meinen Avatar anfassen will.“

Der Werftleiter schluckte. „Das bedeutet Verzögerung.“

„Dann verzögern wir“, sagte ich.

Mangnorn sah mich an, als würde er mich daran erinnern wollen, dass ich mir damit Feinde mache.

Ich nickte ihm zu. Ja. Ich weiß.

Dusty grinste plötzlich wieder. „Oh, das wird lustig. Du gegen „ganz oben“. Ich setze fünf Quadspeicher auf dich.“

„Dusty…“

„Schon gut“, sagte sie und neigte den Kopf. „Ich bin bereit.“

Ich trat an die Scheibe und sah hinunter auf die Stardust, die im Dock hing wie ein Raubtier im Winterschlaf.

Ein Schiff, eine Crew und ein Team.

Manchmal ist ein Motto kein Spruch. Manchmal ist es eine Drohung an jene, die glauben, sie könnten dir etwas nehmen, ohne dass du es merkst.

„Computer“, sagte ich, ohne mich umzudrehen. „Aktiviere Refit-Protokoll Stardust. Phase Eins. Und setze eine interne Sicherheitswarnung: jede nicht autorisierte Datenanforderung in Bezug auf Dusty wird sofort an mich und das SIC Gamma gespiegelt.“

„Bestätigt.“

Mangnorn atmete leise aus. „Sir…“

„Ich weiß“, sagte ich. „Aber diesmal spielen wir nicht erst dann Schach, wenn der König gefallen ist.“

Dusty trat näher an das Holo-Feld, ihre Stimme sanfter als zuvor.

„Arscosea…“, sagte sie. „Wenn sie wirklich glauben, sie können mich überschreiben… dann wissen sie nicht, wie stur ich bin.“

Ich lächelte, obwohl mir nicht danach war.

„Das wissen sie noch nicht“, antwortete ich. „Aber sie werden es lernen.“

Und während draußen im Dock die ersten Teams anrückten, während New Hope wie ein Gigant aus Stahl und Hoffnung weiter atmete, wusste ich nur eines:

Das Refit war nicht der Anfang einer Modernisierung.

Es war der Anfang eines Krieges im Kleinen – zwischen Kontrolle und Vertrauen.

Und ich hatte mich entschieden, auf welcher Seite ich stand.

--TBC--
Bild
[Leiter des Starfleet Information Center]
[Bewahrer der ÖSF]
ein Schreiber der
ÖSF

che-chako-gewara der ÖSF, Ex-Basekäferfresser , EX-CO der Stardust aus Leidenschaft !
Metatron der Gophi,
Admiral Chakoty erster seines Namens LdSIC und Protector of the Realm (Ty_Johnsonn)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten!
„Fragt nicht, was euer Flotte für euch tun kann, sondern fragt lieber, was Ihr für euer Flotte tun könnt.“
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