Lt Jessica Reynolds, CSO Log 8/M2 SD: 12233.2377

Wörter: 959
Erw. Personen: Freyadottir, Dettner, Ennien, Jojo (beide erwähnt)
NPC: John, Cyrus

Enthüllungen?

=/= Brücke Brady

Gut, der Vorgang blieb nicht unbemerkt. Die süße Person neben mir deutete auf eine Frau die auf uns zu kam. Mit einem etwas grimmigen Blick.
Sie sah uns über die Schulter, genau in den Moment als wir eine Nachricht von Jojo empfangen haben. Natürlich hatte sie diese verschlüsselt, sonst wäre jetzt hier wahrscheinlich schon High Life. Lesen konnten wie sie aber mit dieser Frau im Nacken noch nicht.
Also hieß es abwarten. Wir taten weiterhin so als würden wir die klingonischen Nachrichten abhören auf bevor stehende Angriffe. In Wahrheit versuchten wir allerdings einen Hinweis darauf zu finden wann die Brady hier aufgetaucht war.

Endlich ging sie, allerdings nicht dahin wo wir es gern gehabt hätten. Sie ging geradewegs in den Ready Room des Captains.
Aber wenigstens hatten wir nun Zeit die Nachricht zu lesen.
Unsere Kollegen waren alles andere als untätig und haben heraus gefunden das die Brady vor zwei Wochen hier aufgetaucht war. Und noch einige andere interessante Dinge.
Vor allem aber wussten wir nun ein entscheidendes Detail. Aber das wollte unser Captain selbst verkünden. Auch wenn es wohl ein etwas heikles Problem dar stellte.
Verstohlen sah ich kurz zu meiner Kollegin. Nun, dann würde die Bombe ja bald platzen. Wir würden also mit der Brady Crew zur Base weiter fliegen. Aber erst ein Schritt nach dem anderen.
Ein wenig wollte ich die aufgeheizte Atmosphäre hier noch genießen. Und ich beschloss die Uniform mit zu nehmen die ich gerade trug. Einerseits als Andenken für meinen beschlossenen Neubeginn, andererseits, wer weiß wozu ich sie noch gebrauchen konnte.

Solvejg bedeutete einem der Brückencrewmitglieder zu uns zu kommen. Was er auch sogleich tat, nicht ohne auf unsere Beine zu starren. Was er sich wohl gerade in seinem Kopfkino vor stellte?
„Ensign, unser Captain hat eine Nachricht für ihren Captain, außerdem haben wir ihm einige Erkenntnisse mit zu teilen.“
Sofort ertönte der Ruf nach dem Captain und kurze Zeit später kam er aus seinem Ready Room.
„Bericht“, setzte er sich instinktiv direkt in seinen Sessel und sah uns erwartungsvoll an.
Konnte ich da ein Lächeln ausmachen?
Solvejg stand auf und ging ein paar Schritte auf ihn zu. Diese Rückansicht konnte schon begeistern.
„Captain, wir haben eine Nachricht von unserem Captain für sie, er würde sie gern persönlich treffen. Er hat ihnen einiges zu berichten.“ Mehr sagte sie nicht und durfte sie in diesem Moment auch nicht sagen.
Der Rest der Nachricht die wir bekommen hatten, würde der Crew von ihrem Captain selbst überbracht werden müssen. Vor allem schonend beigebracht werden.
„Captain?“, ergriff ich das Wort und stand ebenfalls auf. „Nachdem sie mit Captain Ennien gesprochen haben, sollten Sie sich mit Mister Reynolds unterhalten.“ Ich benutzte absichtlich keinen Rang, das kam mir extrem komisch vor.
Der Captain nickte nur. „Gut, er soll in zwei Stunden hier sein.“
Die Süße räusperte sich „Captain, es wäre besser wenn sie ihn im Transporterraum abholen würden.“
Verständnislos sah er uns an. Er würde schon verstehen. Bald, wenn er erst einmal da war.
„Nun gut, ich werde ihnen noch ein weiteres Mal vertrauen.“ Dabei sah er allerdings nur mich an.
„Sonst noch etwas?“ Er sah fragend in die Runde, aber niemand hatte noch etwas hinzu zu fügen. Was auch, diese Leute hier würden noch ewig im Dunkeln tappen wenn wir nicht wären.
Damit ging er wieder in seinen Ready Room, sah mich allerdings noch einmal an und ich konnte die Fragen förmlich in seinen Augen ablesen.

=/= Gänge Brady
Solvejg ging neben mir, wie immer folgten uns die Sicherheitler in gebührendem Abstand. Sollte ich es ihr erzählen? Noch immer nagte dieser Gedanke in mir. Was würde sie davon halten? Ich wusste ja bereits das sie etwas freizügiger war und vor allem nicht ganz „normale“ Praktiken hatte.
Aber was würde sie von meinem Spielchen mit John und Cyrus halten? Warum interessierte mich das eigentlich?
Wir waren schließlich nur Freundinnen. Und vor allem sie war eine Frau. Ich sah sie an, blickte an ihr hinab und ihr Lächeln traf mich wie ein Blitzschlag. Schmetterlinge. Was zum …
Ich drehte mich um, die Kerle waren hinter uns. Sie beobachteten uns und ich konnte ihre schmutzigen Gedanken förmlich in ihren Augen lesen.
Dann spürte ich ihre Hand an meiner. Ein leichter Druck, ein gehauchtes „Vertrau mir Jes!“ und schon befand ich mich an der Wand, die Arme von Solvejg so, das ich dort nicht weg konnte.
Ihr Gesicht kam immer näher. Was sollte das jetzt? Völlig überrascht brachte ich kein Wort raus. Ich konnte mich nicht einmal rühren. Und dann berührten ihre Lippen die meinen.
Eine Explosion! Ich hörte Pfiffe, störte mich allerdings nicht daran.
Der Kuss endete nach einer gefühlten Ewigkeit, sie löste sich von mir uns sah mich an. Erwartung und Angst lag in ihrem Blick.
„Was ….“ begann ich meinen Satz, konnte ihn aber nicht zu Ende bringen, da John nun schon direkt neben uns stand.
„Heiss“, sagte er und machte den Vorschlag das Spielchen von vorhin zu wiederholen.
Völlig irritiert sah ich von ihm zu Solvejg und wieder zurück. Ihr Blick hatte immer noch etwas angstvolles.
Es schien eine Ewigkeit zu vergehen bis ich mich wieder gefangen hatte. Dann lächelte ich.

Das konnte ja noch ein heißer Flug werden bis wir bei der Base angelangt waren. Aber erst einmal musste ja auch die Crew der Brady noch erfahren was eigentlich passiert ist. Und wir mussten noch ein paar Nachforschungen anstellen. In der Nachricht von Jojo stand noch etwas von Chroniton-Partikeln. Aber das hatte noch einen Moment Zeit.

„Gehen wir!“ lächelte ich John an, winkte Cyrus zu uns und lächelte Solvejg sanft an. Ich wusste zwar noch nicht was das eigentlich gerade war, aber ich wusste das es Spaß machen würde.