RPG01 - Log05 - CrApp Edwards – SEC- 12190.2153
Beteiligte Personen: unwichtig (npc)
Wörter: 1450
Titel: einmal ein Held sein..
Müde und erschöpft saß ich im wahrsten Sinne des Wortes meine letzten Minuten vor den Zellen der Inhaftierten und leistete meinen Dienst ab. Erst dachte ich es wäre amüsant jetzt wo so ein Offiziers-Arsch eingebuchtete wurde, aber nichts der gleichen. Er redete und redete und sprach vom Beschwerdemanagement und von den schlechten Qualifikationen meines Vorgesetzten. Genervt erhob ich mich und zog meinen Phaser, ich setzte mich wieder hin und betrachtete das Objekt „Wussten sie das es manchmal Störungen bei dieser Waffe geben soll? Sie als Techniker wissen das sicher.“ Ich sah ihn an und bemerkte zu meiner Genugtuung das er etwas rot anlief. Aber das war nur die Ruhe vor dem Sturm „Bursche, was erlauben Sie sich einen Offizier zu bedrohen? Ich werde mich auch über Sie beschweren, das war es mit Ihrer Laufbahn.“ Ich sah ihn an und lachte „Ich glaube nicht das sie gerade wirklich in der Position sind, sich über mich zu Beschweren.“ Mit diesen Worten ließ ich ihn quasi sitzen und verließ den Raum. Endlich war meine Wachablösung da und ich konnte weg von diesem Eingebildeten Offizier-Arsch.
Ich wünschte dem Unteroffizier der nun diese Ehrenhafte Aufgabe übernehmen durfte viel Spaß und vergnügen und verließ die Räumlichkeiten um mich ein paar Stunden aufs Ohr zu hauen. Ich schlief im Moment sehr schlecht und erreichte kaum noch einen zufriedenstellenden Grad der Entspannung die Nötig war um einen qualitativen Dienst auf diesem Schiff zu leisten. Vielleicht sollte ich mir etwas von der Krankenstation geben lassen. Aber nein ich verwarf den Gedanken schnell wieder, die waren sicher immer noch scharf darauf mich dort zu behalten. Nunja wer konnte es ihnen verübeln, ich war witzig charmant und freundlich. Nunja zugegeben diese Qualitäten kamen hier selten zum Ausdruck aber man konnte ja auch nicht alles haben.
Ich ging gedankenverloren die Gänge des Schiffes entlang um mich endlich etwas hinzulegen als ich gedämpfte Stimmen aus einem Quartier vernahm. Normal wäre es mir egal, doch wenn man bedachte das die Türen relativ Schalldicht waren, so musste die Unterhaltung sehr laut innerhalb des Quartiers sein. Ich blieb also stehen, halb aus Neugierde, da ich auch eine Weibliche Stimme vernahm und halb aus Sorge, nunja aus demselben Grund. Nach einer Minute des heimlichen unethischen lauschens erkannte ich drei mit fremde Stimmen, eine gehörte einer Frau die man nur selten hörte, und die anderen beiden gehörten Männern die sich wohl bösartig stritten. Ich hätte weitergehen können, doch ich hatte leider so ein Manko das sich Pflichtbewusst nannte, also wollte ich die Angelegenheit mal überprüfen. Ich berührte meinen Kommunikator und sprach „Crewman Edwards an Sicherheitszentrale“ Nach einer kurzen Pause, meldete sich der Wachhabende Offizier der Zentrale und fragte nach meinem Begehren. „Ich vernehme streitende Stimmen aus einem Quartier und mein Gefühl sagt mir das dort etwas nicht in Ordnung scheint. Es scheinen drei zu sein. Zwei Männer und eine Frau, wobei die Frau weniger spricht. Da ich die Stimmen noch recht verständlich vom Gang aus vernehmen kann, gehe ich von einem heftigen Streit aus, mit Ihrer Erlaubnis würde ich mal nach dem Rechten sehen Sir.“ „Habe Verstanden, überprüfen Sie die Lage, aber Verhalten Sie sich dem entsprechend, wenn es sich als reine Lappalie herausstellt, verlassen Sie das Quartier wieder. Erwarte eine Meldung nach Beendigung der Überprüfung, Sicherheitszentrale Ende.“ Ich seufzte und befahl dem Computer die Tür zu öffnen. Es mag indiskret sein, aber ich wollte den streitenden nicht die Chance geben, die Situation zu verschleiern, denn die Situation gefiel mir nicht. Ich spürte zu viel Testosteron und Streit in der Luft.
Die Tür öffnete sich und ich nahm sofort die Situation ins Visier. Die Frau saß auf ihrem Bett, das Gesicht in den Händen vergraben, ich bemerkte eine Feuchte Haut, scheinbar von Tränen. Zwei Männer standen vor Ihr, der eine leicht schützend der andere in einer Aggressiven Haltung. Und es stimmte sie waren Laut, die Dämpfung der Tür funktionierte ausgezeichnet. Die Frau blickte auf und sah mich irritiert an. Innerlich seufzte ich und ging einen Schritt in den Raum. „Ma´am kann ich Ihnen helfen?“ fragte ich sie und ignorierte die anwesenden Männer gänzlich. Mir war der Rang in dem Moment egal, hier ging es darum eine Frau zu beschützen. Der linke Mann, ein Petty Offizier sah mich ebenfalls irritiert an, doch der andere Unteroffizier, scheinbar ein Techniker fuhr herum und begann auch gleich mich anzubrüllen: „Was wagen Sie es hier einfach in eine Private Unterhaltung zu Platzen. Gibt es kein Respekt und Anstand mehr auf diesem Schiff?“ Ich sah ihn an und unterdrückte meine leicht explodierende Impulsive Ader. Geduldig ignorierte ich den Mann und wiederholte meine an die Frau gerichtete Frage erneut. Doch sie schüttelte nur unter Tränen den Kopf. Mir schien es Klar, sie fühlte sich unwohl, eingeschüchtert und nicht fähig das zu sagen was sie wollte. Also war mein Eingreifen Richtig. Sehr schön. Mein Kopf bewegte sich zu dem wilden Stier der mich erneut anbluffte. „Beruhigen Sie sich bitte, ich habe laute Stimmen vernommen und bin hier um mich davon zu überzeugen, dass hier alles in Ordnung ist, das ist meine Pflicht Sir.“ „Ich soll mich Beruhigen? Seit wann hat ein Grünschnabel mir etwas zu befehlen? Verlassen sie sofort den Raum oder ich helfe Ihnen nach, das hier ist eine Private Angelegenheit und geht Sie einen Scheiß an.“ Disziplin war der Schlüssel und die Quelle aus der man Schöpfen musste um nicht täglich irgendwelche Menschen zu verprügeln. Ich machte also keine Anstalten zu gehen und tat sogar das Gegenteil, ich betrat den Raum ganz und erlaubte dem Schiff die Tür hinter mir zu schließen. „Ich werde erst gehen wenn ich mich völlig sicher bin, das hier alles in Ordnung ist und keinerlei Gefahr für anwesende besteht.
„Das ist ja wohl eine Frechheit, was wagen Sie sich,“ er machte einen Schritt auf mich zu doch ich blieb zu meiner eigenen Verwunderung ruhig. Es lag wohl an der Frau, in Gegenwart von Frauen versuchte ich oft besser zu sein als ich eigentlich war. Durch meine Anwesenheit zu neuer Kraft erlangt, erhob sich die Frau und sah den Bilden Stier mit tränenden Augen an: „Jack, ich denke es Reicht, bitte geh, es wurde alles gesagt und ich möchte dem nichts mehr hinzufügen, bitte“ sie wirkte leicht flehend und ich hatte das Gefühl das es wohl nicht so einfach gehen würde. Und ich hatte Recht. „Nein ich werde nicht gehen, ich lasse mir noch hier nichts von einem Creman befehlen. Erst betrügst du mich mit dieser Halben Nummer hier und nun sagst du mir es sei aus und du liebst ihn? Nein ich werde nicht gehen, nicht so, vergiss nicht wer ich bin. Niemand geht so mit mir um.“ Der Fall war klar, simpel menschlich und vollkommen klar. Ein zurückgewiesener Mann, verständlicherweise wütend. Ich konnte es ihm nicht mal übel nehmen. Doch auch wenn der Fall sehr simpel war, war er doch sehr schwer zu lösen. Es gab Zwei Möglichkeiten, es diplomatisch lösen und mit Psychologie versuchen ihn zu beruhigen und die Situation damit zu entschärfen. Oder ihn zu Brei zu hauen und in die Arrestzelle zu schleppen um die Sicherheit der Frau zu gewährleisten. „Sir, bitte hören Sie mir zu, ich verstehe ja Ihren Schmerz, doch ich muss Sie bitten zu gehen, dies ist nicht Ihr Quartier und die Dame bat sie zu gehen,“ versuchte ich es mit dem ersten Weg. „Das ist mir egal, nicht so. Verziehen Sie sich Crewman, dies geht sie nichts an. Gehen Sie oder ich helfe nach.“ Der Kandidat wählt Weg Nummer Zwei, schrie ein begeisterter Moderater in meinem Kopf und begeisterte die Menge mit seinem strahlenden Lächeln. „Ich warne Sie ein letztes Mal. Ansonsten muss ich Gewalt anwenden.
Nun endlich erhielt ich meine Lektion, wieso es Dumm war sich in einem Kampf von Emotionen leiten zu lassen. Zum Glück spürte ich es nicht am eigenen Leib, aber ich lernte durch dies sehr viel. Der Mann war natürlich nicht bereit zu gehen, er hielt es für eine gute Idee, einen Sicherheitsmann anzugreifer, der zudem sehr genervt war und es toll fand Frauen zu beeindrucken. Das Resultat war schön. Der Mann kniete vor mir auf dem Boden, den Arm von mir auf dem Rücken fixiert. Alles war gut. „Es tut mir Leid, aber ich hatte keine Wahl. Ich werde ihn für heute in die Arrestzelle stecken. Mein Vorgesetzter muss die Sachlage klären und entscheiden. Aber ich bitte sie einen Bericht an die Sicherheitszentrale zu schicken.“ Sie nickten und bedankten sich für meine Hilfe. Ja Held sein war toll, ich konnte mich echt daran gewöhnen. Und wieder schaffte ich es nicht in mein Bett, ich lieferte einen weiteren Dickkopf ab und machte meine Meldung in der Zentrale..